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Print-Fiasko: Prinz gibt's nur noch online, FR bald gar nicht mehr

14.11.2012 Das Lifestyle-Magazin Prinz   erscheint demnächst nur noch online, die Dezemberausgabe wird die letzte sein, gibt der Verlag in einer Pressemitteilung   bekannt.

Und auch der Frankfurter Rundschau   macht der Leserschwund zu schaffen: Weil die Online-Werbeeinnahmen den Verlust bei Print nicht mehr kompensieren, stellte die Zeitung wegen drohender Zahlungsunfähigkeit Insolvenzantrag.

Ein globaler Trends: So hat die Zahl der Online-Leser in den USA dieses Jahr erstmals die Leser von Printausgaben überholt.
Nachrichtennutzung von Zeitungen, TV, Radio und Online 1994 bis 2012 in den USA
Nachrichtennutzung von Zeitungen, TV, Radio und Online 1994 bis 2012 in den USA (Grafik: PEW Researach Center) Quelle: http://de.statista.com/themen/717/nachrichten/infografik/634/nachrichtenkonsum-in-den-usa/

Weltweit stammt nur jeder fünfzigste Werbedollar aus digitalen Angeboten - bei sinkenden Printauflagen, wie der Welt-Zeitungsverlegerverband wan-ifra ermittelt hat. Dabei sei weniger der Mangel an Lesern ein Problem als der Mangel an Geschäftsmodellen für digitalen Content.

Seit 2000 befinden sich die Werbeeinnahmen der US-Zeitungen in einem dramatischen Sinkflug. In keiner anderen Branche in den USA gehen so viele Arbeitsplätze flöten wie bei den Zeitungen, das berichtete businessinsider.com   Anfang des Jahres. Im Zeitraum von 2007 bis 2011 verloren demnach allein 28,4 Prozent der fest angestellten Redakteure ihren Job, wie eine Analyse von LinkedIn    belegt. Zugleich verzeichnete der Online-Bereich ein Job-Plus von 20,4 Prozent, konnte aber den Aderlass bei den Print-Jobs nicht auffangen.

Zeitungs-Anzeigenumsätze in den USA (Bild: Newspaper Association of America)
Bild: Newspaper Association of America
Zeitungs-Anzeigenumsätze in den USA

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