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Google - sozial benachteiligt
11.03.2015 Google ist ein Nerd - technisch hochbegabt, aber mit der sozialen Kompetenz eines Autisten. Die Schwäche wird Google irgendwann den Kopf kosten.
Im Jahr 2000 war dies durchaus ein Erfolgsrezept. Die Internetnutzung explodierte schlagartig und kein anderes Unternehmen verstand es so gut wie Google, die Surfgewohnheiten seiner Anwender zu vermarkten. Bis heute lebt der Konzern im wesentlichen von der Erfindung der Adwords.
Die zweite Dekade des neuen Jahrtausends steht allerdings unter einem ganz anderen Vorzeichen: Online und Offline-Aktivtäten der Nutzer lassen sich immer weniger von einander trennen. Je mehr sich die Soziodemografie der Online-Nutzer der Gesamtbevölkerung annähert, um so weniger ist die Werbeindustrie daran interessiert, lediglich das "Online-Verhalten" einer Person zu erhalten. Sie will das gesamte Bild.
Schon unter diesem Aspekt ist Google vergleichsweise schlecht aufgestellt: Über die echten Personen wissen Soziale Netzwerke und Onlinehändler mehr als Google. Das Unternehmen hat es verpasst, die echten Personen kennenzulernen. Facebook, Twitter, Amazon und E-Bay könnten Google den Rang ablaufen.
Das gleich gilt auch für die lokalen Dienste. Google ist technologisch mit den Diensten Maps und Android extrem gut aufgestellt. Allerdings fehlt dem Unternehmen darüber hinaus der Link in die Welt. Google erreicht die Menschen und die Unternehmen selbst nicht.
