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Moralische Marketer: Werbegelder sollen nachhaltig investiert werden

03.12.2020 Das Gros der Marketer möchte, dass Werbetreibende ihre Gelder auf Medien und Plattformen ausgeben, die im Sinne der Gesellschaft handeln. Die Kommunikationsexperten sind gegen die Zensur von Fake News, wollen aber, dass nachweisliche Lügen auf Plattformen und sozialen Netzwerken als solche gekennzeichnet werden.

 (Bild: Pixabay / Free Photos)
Bild: Pixabay / Free Photos
Sollen Unternehmen ihre Werbegelder auf Medien und Plattformen ausgeben, die einen positiven Einfluss auf Gesellschaft und Demokratie haben und damit Haltung zeigen? Oder soll ausschließlich die Werbewirkung der Medien ausschlaggebend für die Media-Entscheidung sein? Das Votum der Online-Umfrage fällt für die Zielgruppe ungewöhnlich eindeutig aus: 60 Prozent der befragten Marketer und Kommunikationsexperten sind ganz oder eher der Meinung, dass die Wirtschaft ihre Werbegelder auf Medien und Plattformen ausgeben sollte, die einen positiven Einfluss auf Gesellschaft und Demokratie haben. Nur 23 Prozent sagen, dass die Wirtschaft bei der Verteilung ihrer Werbebudgets darauf keine Rücksicht nehmen sollte. Das sind die ersten Ergebnisse einer repräsentativen Online-Umfrage des Markt- und Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag der Dmexco zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser .

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Auch zum Thema Fake News und Lügen im Netz ist die Stimmung eindeutig: Die Marketer wollen keine Zensur, aber eine deutliche Kennzeichnung von Fake News. So sagen 64 Prozent der Befragten, dass Plattformen und soziale Netzwerke nachweisbare Lügen und offensichtliche Falschmeldungen als solche kennzeichnen sollten. Nur 12 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Fake News und nachweisliche Lügen von den Betreibern gelöscht werden sollten. 17 Prozent finden, dass diesbezüglich nichts unternommen werden sollte, da Löschen einer Zensur gleichkäme. Lediglich 6 Prozent glauben, dass eine Kontrolle der Fake News und Lügen im Netz unmöglich sei und daher diesbezüglich nichts unternommen werden könne.

"Marketer sind moralischer als ihr Ruf"

In der aktuellen Trendumfrage hat Civey auch abgefragt, wie deutsche Marketer die Erfolgsaussichten der aktuellen Klage der Kartellwächter der US-Regierung hinsichtlich eines Missbrauchs der Marktmacht von Google bewerten. Nur eine kleine Minderheit der Befragten rechnet mit ernsten Konsequenzen für Google. Lediglich 6 Prozent glauben, dass der Konzern im Zuge der Klage zerschlagen wird. Dagegen meinen 52 Prozent, dass das Unternehmen lediglich eine Geldbuße zahlen muss. 24 Prozent gehen sogar davon aus, dass Google freigesprochen wird.

"Unsere aktuelle Trendumfrage zeigt, dass das Thema Haltung auch im kommenden Jahr weiter eine große Rolle spielen wird. Die Corona-Pandemie, der Facebook-Werbeboykott und die Black Lives Matter-Bewegung: Gerade dieses Jahr sind viele Themen aufgekommen, zu denen sich Unternehmen positioniert haben - auch in der Digitalbranche. Die Ergebnisse belegen, dass die Marketer moralischer denken, als ihr Ruf vermuten lassen würde. Sie wissen um die Verantwortung, die mit dem Einsatz ihrer Werbegelder einhergeht", sagt Milko Malev'Milko Malev' in Expertenprofilen nachschlagen , Director Communications & Media der Dmexco.

Für die repräsentative Umfrage hat das Markt- und Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag der Dmexco über 500 Fachkräfte aus Marketing, Kommunikation und PR vom 06. November bis 17. November online um Auskunft gebeten.

(AutorIn: Christina Rose )

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