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Produkt-Watch: Internet der Kuscheltiere

17.06.2015 Das Internet der Dinge scheint wirklich alle Bereiche des Lebens erobern zu wollen. Sogar den Spielwarensektor und damit das heimische Kinderzimmer. Das zeigen eine Produktankündigung vom Spielwarenhersteller Mattel und ein Patentantrag von Google.

Durch die Spielzeugform erhofft sich Google größere Akzeptanz bei Kindern (Bild: Screenshot US Patentbehörde)
Bild: Screenshot US Patentbehörde
Durch die Spielzeugform erhofft sich Google größere Akzeptanz bei Kindern

Bereits vor drei Jahren hat der amerikanische Suchmaschinenkonzern ein Patent für ein Plüschtier - in Teddy- oder Hasenform - mit Kamera, Mikrofon, Lautsprechern und WLAN-Empfänger angemeldet, das erst jetzt veröffentlicht wurde.

Das Spielzeug soll nicht nur erkennen, wenn jemand mit ihm redet, sondern es soll auch Antworten geben und sogar Neugier oder Interesse ausdrücken können. Außerdem soll es, gesteuert durch Sprachbefehle, elektrische Geräte wie den Fernseher, Lampen oder die Klimaanlage bedienen. Damit würde es zur Fernbedienung für das Smart Home mit, laut Google, besonders natürlichem Nutzer-Interface. Ob Google ein solches Spielzeug aber tatsächlich herausbringt, ist bislang unklar.

Mattel und der Technologiepartner Toytalk dagegen wollen die Hello Barbie bereits in diesem Jahr zum Verkauf anbieten. Mit ihr sollen sich die Kinder ebenfalls unterhalten können. Dafür zeichnet sie ständig die Geräusche in ihrer Umgebung auf - und speichert diese auf einem Mattel-Server.

Abgesehen davon, dass Datenschützer und Eltern diese, wie sie sie nennen, Kinderzimmer-Spione heftig kritisieren, zeigen sie deutlich: Jeder Gegenstand wird Endgerät, auch ohne Bildschirm, Daten werden überall und von jedem gesammelt und man wird sich dem kaum noch entziehen können.

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