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SMS: Siegeszug der mobilen Killeranwendung setzt sich fort

06.12.2007 Happy Birthday SMS: In dieser Woche feiert die mobile Kurznachricht Geburtstag. Und auch nach 15 Jahren ist die Killeranwendung des Handys nach wie vor auf Rekordkurs.

 (Bild: ms)
Bild: ms
Anfang Dezember 1992 wurde in Großbritannien die weltweit erste Textnachricht verschickt - damals von einem Computer an ein Handy. Inzwischen ist die SMS aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Allein in Deutschland ist die Zahl der versandten SMS-Nachrichten 2006 auf die Rekordhöhe von 22,5 Milliarden gestiegen, in diesem Jahr werden es voraussichtlich sogar mehr als 23 Milliarden SMS sein. Das hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM)   ermittelt. Im Durchschnitt versendet also jeder Einwohner in Deutschland inzwischen 280 Textnachrichten im Jahr. Zum Vergleich: 1999 waren es erst 44.

Lange bevor die E-Mail mobil wurde, erlaubte die SMS, Nachrichten lautlos und jederzeit zu übermitteln. So entwickelte sich der Short Message Service zum Erfolgsmodell - und führte zu neuen Wortschöpfungen, um möglichst viele Informationen mit den je SMS maximal möglichen 160 Zeichen zu transportieren. Ab etwa 1994 unterstützten alle Mobiltelefone den Versand und den Empfang der Kurznachrichten. Viele neue Anwendungen für SMS sind in den jüngsten Jahren hinzugekommen: etwa die Hotelbestätigung oder das Einchecken ins Flugzeug per SMS, die Bahnfahrkarte, der Parkscheinkauf, sowie das Einmalpasswort oder die Mobile-TAN für das Online-Banking. Mobile Multimedia-Nachrichten, also Bilder und Filme, können seit einigen Jahren ebenfalls per Handy verschickt und empfangen werden.

Inzwischen können mit den meisten neuen Endgeräten auch E-Mails gesendet und empfangen werden. Dies wird dank günstiger Datentarife und Mobile-Mail-Dienste für Geschäfts- und Privatkunden immer attraktiver. Die Umsätze mit Datendiensten holen immer mehr gegenüber den Messaging-Umsätzen auf. "Für einen Abgesang auf die SMS gibt es aber noch lange keinen Anlass", ist BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer überzeugt. "Dafür sind SMS und MMS schon viel zu sehr Teil unseres täglichen Lebens geworden - eher ersetzt die MMS mit dem eigenen Urlaubsfoto die Postkarte."
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