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Jeder zweite DSL-Kunde will wechseln
15.03.2007 Viele Verbraucher planen, sich DSL in ihrem privaten Umfeld anzuschaffen. Und: Die Wechselbereitschaft der Kunden, die bereits über einen DSL-Anschluss verfügen, bleibt hoch.
Der deutsche Breitband-Markt 2007 bleibt attraktiv und wächst schnell. Annähernd jeder zweite befragte DSL-Nutzer (46 Prozent) ist bereit, seinen Anbieter in den kommenden zwölf Monaten zu wechseln. Neben einem günstigeren Preis (53,1 Prozent der Angaben) spielen dabei vor allem schnellere/bessere Technik (18,9 Prozent) und Paketangebote fürs Surfen, Telefonieren und gegebenenfalls Internet-Telefonie (14,3 Prozent) eine zunehmend wichtige Rolle. Hatten im Vorjahr noch 71 Prozent den Preis als wichtigstes Wechselkriterium angegeben, so ist diese Marke um rund 18 Prozentpunkte gesunken. Dafür steigt das Interesse der Kunden an noch schnelleren und technisch besseren Lösungen und an Angeboten, die alles aus einer Hand liefern."
Zum DSL-Wechslerpotenzial, das schon jetzt eine Größenordnung wie im gesättigten Mobilfunkmarkt erreicht hat, kommt ein erhebliches Neukundenpotenzial: So planen 43 Prozent aller Befragten, die noch keinen privaten DSL-Anschluss haben, sich einen solchen in den nächsten zwölf Monaten anzuschaffen - im vergangenen Jahr lag diese Marke mit 38,9 Prozent noch etwas niedriger.
Besonders auffällig ist die stark gestiegene Unentschlossenheit oder auch Flexibilität der Verbraucher, wenn es um die Wahl ihres DSL-Anbieters geht: Zeigten sich im vergangenen Jahr lediglich 22,8 Prozent der potenziellen Neukunden noch unentschlossen, bei welchem Anbieter sie abschließen wollen, liegt dieser Wert jetzt fast doppelt so hoch, nämlich bei 43,9 Prozent. Damit ist klar: Wer als Anbieter auf Marktentwicklungen schnell reagiert und die richtigen Marketing-Signale setzt, hat gute Chancen, viele Kunden zu gewinnen.
Die Flatrate hat den Markt im Griff: So surfen 95,1 Prozent der Befragten auf der Basis eines monatlichen Festpreises, rund jeder Zweite davon (48,7 Prozent der Befragten) per DSL-Flatrate, die andere Hälfte (46,4 Prozent) mit einem Paket, das Telefon und DSL abdeckt. Klar im Trend ist inzwischen die Internet-Telefonie. Bereits 42,1 Prozent der Befragten geben an, zumindest gelegentlich übers Web zu telefonieren - 62,6 Prozent davon sogar mehrmals täglich. Im Vorjahr hatten 37,1 Prozent der Befragten Erfahrung mit Internet-Telefonie.
Leicht gestiegen ist die Zahl der DSL-Nutzer, die für ihren Internetzugang zwischen 25 und 30 Euro im Monat ausgeben. Hatten sich im Vorjahr noch 29,5 Prozent der Umfrage-Teilnehmer auf dieser Preisebene bewegt, sind es jetzt 35,7 Prozent, weitere 30,6 Prozent liegen sogar darüber (Vorjahr: 31,1 Prozent).
