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Googles neues Anzeigenformat

07.03.2019 Google lanciert eine neue Anzeigenform bei seiner Produktsuche Google Shopping: Die Comparison Listing Ads (CLA). Auf eine Produktsuche hin zeigt Google zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser dann mehr als nur verschiedene Suchergebnisse nebeneinander an, sondern die CLAs bieten eine Art Schaufenster an, das mit verschiedenen zur Suche passenden Produkten gefüllt ist. Bedeutet: Nutzer müssen nicht mehr Anzeigen mit verschiedenen Ergebnissen vergleichen, der Produktvergleich selbst wird Anzeige. Davon profitiert natürlich vor allem ein Player am Markt - und das ist nicht Google, der diese Anzeigenform nur teilweise freiwillig eingeführt haben dürfte.

 (Bild: Adwords.blogspot.co.uk)
Bild: Adwords.blogspot.co.uk
Der niederländische Dienst Emerce zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser führt Googles neues Format auf wiederholte Rüffel der EU zurück: Die hat sich die Suchmaschine eingefangen, weil es bei Produktsuchen den eigenen Vergleichsdienst der Shoppingsuche bevorzugt ausspielte, so dass unabhängige Vergleichsseiten den Kürzeren in Sachen Sichtbarkeit zogen. Außerdem ging den Vergleichsseiten so der Traffic verloren, denn Google verlinkte gerne lediglich auf die Webshops, die die Produkte anbieten und ließ die Vergleichsportale außen vor. Seit September 2017 nun können Preisvergleicher (Comparison Shopping Services) an Googles Preisvergleicher-Programm, CSS-Program, teilnehmen. Nicht zuletzt auf Druck der EU hin. Seitdem tauchen auch Preisvergleicher in den Suchergebnissen mit Produkt-Anzeigen (Product Listing Ads) auf. Klickt ein Kunde auf eine Preisvergleicher-Anzeige bei Google erhält der Vergleichsportal-Betreiber eine Gutschrift vom fälligen Cost per Click, da er quasi Affiliate-Dienste für den Webshop leistet.

Neu an dem CLA-Format: Bisher konnten die Preisvergleicher aber immer nur einzelne Produkte einspeisen, die CLAs bilden nun ganze Produkt-Sammlungen zu einem Suchergebnis ab.

Comparison Listing Ads bei Google (rechts) stellen verschiedene Produkte von einer Vergleichsseite im Rahmen einer Ad nebeneinander. Die bisher gewohnte Ansicht stellt verschiedene Produkte nebeneinander, die mal von einem Shop, mal von einem Vergleicher, mal von Google stammen (links). (Bild: Google / Emerce)
Bild: Google / Emerce
Comparison Listing Ads bei Google (rechts) stellen verschiedene Produkte von einer Vergleichsseite im Rahmen einer Ad nebeneinander. Die bisher gewohnte Ansicht stellt verschiedene Produkte nebeneinander, die mal von einem Shop, mal von einem Vergleicher, mal von Google stammen (links).


CLAs zeigen nun beispielsweise auf eine Suche zum Begriff 'Schuhe' nicht verschiedene Schuh-Shops nebeneinander an, wie die Product Listing Ads. Sondern sie zeigen im Rahmen einer Anzeige verschiedene Schuhe an, die auf einer Vergleichsseite zu finden sind. Als Urheber des Contents und Ziel des Klicks firmiert nicht der oder die anbietenden Schuhshops, sondern das Vergleichsportal. So profitieren intermediäre Vergleichsservices von den Googlesuchen, anstatt als bloße Durchlauferhitzer den Traffic vom Suchenden an den Webshop weiterzureichen.

Verfügbar sein sollen die CLAs ab heute in Deutschland, Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Frankreich, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Spanien, Schweden, Schweiz und Großbritannien.

(AutorIn: Sebastian Halm )

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