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Zehn-Punkte-Plan: So nutzen Onlinehändler Google Shopping optimal
18.08.2014 Google Shopping ist ein Geheimtipp für Long-Tail-Shops: Hier tummeln sich Kunden auf der Zielgeraden der Customer Journey - und das in einem weniger umkämpften Umfeld als SEA. Trotzdem sind Shopping-Anzeigen kein Selbstläufer: Zehn Schritte führen zum Erfolg.
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- Die User befinden sich bei der Suche bereits im hinteren Drittel des Kaufentscheidungsprozesses.
- Die Anzeigeblöcke sind durch Bild, Preis und Beschreibung aufmerksamkeitsstark und liefern dem User sofort eine konkrete Vorstellung von dem Produkt.
Spezialisten und besonders Onlineshop-Betreiber, die sich auf Nischenprodukte konzentrieren, haben oftmals mit weniger Konkurrenz zu kämpfen als Generalisten und breit aufgestellte Onlineshops. Natürlich können auch die Generalisten den Konkurrenzdruck für die Spezialisten erhöhen und gerade bei Google AdWords-Anzeigen das CPC-Niveau in die Höhe treiben.
Deshalb ist es für Nischenanbieter deutlich effizienter, ihr Produktportfolio über Google Shopping-Anzeigen zu bewerben. Google Shopping statt Google AdWords: Diese Empfehlung gilt gerade für Werbungtreibende mit kleinem Onlinemarketing-Budget.
Checkliste: Der Zehn-Punkte-Plan für Google Shopping als Long-Tail-Tool
Wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Google-Shopping-Kampagne ist eine optimale Struktur des Datenfeeds. Google gibt genaue Anforderungen zur Datenqualität der Feeds vor, die per Checkliste leicht überprüft werden können. Die exakten Spezifikationen werden in der Google Merchant-Center-Hilfe übersichtlich aufbereitet.Neben der Lieferung der Pflichtattribute und der Einhaltung der Richtlinien gibt es ein paar Kniffe, wie die Feedqualität weiter gesteigert werden kann. Gerade für Longtailer mit großer Produkttiefe bietet sich hier ein großer Spielraum an Möglichkeiten:
- Der Titel ist König
- Achten Sie auf aussagekräftige Beschreibungen
- Nutzen Sie so viele Spalten im Feed wie möglich
- Vergrößern Sie Ihr Produktportfolio
- Denken Sie saisonal
- Achten Sie auf eine Top-Bildqualität
- Aktualisieren Sie den Feed mehrmals am Tag
- Behalten Sie die Datenqualität im Merchant Center immer im Auge
- Erfolgsfaktor Landingpage
- Bleiben Sie am Ball: Aktualisieren und testen
Fügen Sie dem Titel zudem beschreibende Produktattribute hinzu. Hier bewährt sich ebenfalls ein Blick auf den Suchanfragebericht. Häufig suchen User nach Produkten mit einer bestimmten Farbbezeichnung ('blaue Sneakers') oder bei Kleidung nach Größen ('Sommerkleid Größe 46'). Bei technischen Geräten dagegen könnten zum Beispiel Serienbezeichnung oder Modellnummer eine Rolle spielen. Bedenken Sie zudem: Artikelnamen sollten gängig sein und nicht zu spezifisch. Die deutsche Sprache ermöglicht uns die Benutzung enorm vieler Synonyme. Verwenden Sie trotzdem lieber die gebräuchlichsten Bezeichnungen für Produkte, Farben oder Materialien. In der Praxis wird zum Beispiel selten nach exotischen Farbbezeichnungen wie "moos", "azur", "cerise" oder "cyclam" gesucht, stattdessen aber nach grün, blau, rot oder lila. Auch "Laptop" und "Notebook" werden von den Usern unterschiedlich häufig in die Suchmaske eingegeben.
Über die Spalte 'Zusätzlicher Bildlink' haben Sie die Möglichkeit, optional weitere Bilder eines Produkts hinzuzufügen. Google spielt dann auf Basis seines Algorithmus das jeweils beste Foto aus. Mein Tipp: Testen Sie mehrere Bilder in Rotation. So entwickeln Sie ein Gefühl dafür, welche Produktbilder für Google und Ihre User optimal sind.
Ihre Erfahrung mit Google Shopping und allen voran das altbewährte Trial-and-Error-Prinzip werden Ihnen dabei helfen, eine optimale Datenqualität Ihrer Feeds sicherzustellen. Wie so oft, lassen sich jedoch nicht immer alle Tipps und Tricks auch auf alle Branchen und Produkte anwenden. Probieren Sie Variationen, halten Sie Erfolgsergebnisse fest und bauen Sie darauf Ihre nächsten Variationen auf. Nur so kann die ständige Weiterentwicklung und Optimierung Ihrer Daten funktionieren.
Im Spannungsfeld: So viel Reichweite wie möglich für so viel Budget wie nötig
Gerade für Longtailer und Spezialisten mit kleinem Onlinemarketing-Budget ist es besonders wichtig, dass sie mit ihrem Produktportfolio die größtmögliche Reichweite und Relevanz erzielen. Dafür eignet sich Google Shopping perfekt: Es liefert die Anzeigen ausschließlich Usern aus, die sich bereits für ein bestimmtes Produkt interessieren.Longtailer sollten deshalb sicherstellen, dass ihr Datenfeed zu den Suchanfragen der User passt, dass das Produkt auf dem Bild optimal in Szene gesetzt wird und der Angebotspreis passt. Sticht der beworbene Artikel wegen eines deutlich zu hohen Preises negativ aus den Artikeln der Wettbewerber hervor, ist er für potenzielle Käufer erfahrungsgemäß nicht mehr interessant. Letztendlich entscheiden auf Google Shopping also auch das Angebot im Shop sowie der Wettbewerber, ob und wo ein User kauft.
| Mehr zum Thema Nischen-Shops: Das iBusiness-Dossier 3/2014 |
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| Dieser Beitrag ist eine Vorveröffentlichung aus dem iBusiness Dossier 3/2014 'Longtail, Nischen, Spezialisten', das weitere Informationen zum Thema bieten wird. Wer dieses Dossier kostenlos online anfordert, der bekommt es nach Erscheinen automatisch ohne Extrakosten per Post zugeschickt. |
Auch hier ist es von Vorteil, wenn Longtailer bereits von Beginn an auf eine sehr tiefgehende, feingliedrige Anzeigenstruktur geachtet haben. Denn: Negatives können ausschließlich auf der Anzeigenstrukturebene - nicht auf Produktgruppenebene - gesetzt werden (Wie Shops neben ihren Shopping-Ads auch ihr SEA optimieren, erklärt die iBusiness-Analyse Fünf Wege, um SEA-Kampagnen zu optimieren).
Damit Longtailer ihr Budget gezielt auf performancestarke und - hinsichtlich der CPCs - günstige Bereiche hin ausrichten können, sollten sie mehrere Kampagnen aufsetzen. Das Einstellen von maximalen Tagesbudgetgrenzen ist nämlich nur auf Kampagnenebene möglich. Ebenfalls wichtig: keine zu hohen CPCs bezahlen. Vor allem Longtailer, die über ein niedriges Planbudget verfügen, sollten mit niedrigen CPCs starten und diese dann sukzessive erhöhen.
Wer auf genügend Budget zugreifen kann und gleich das volle Portfolio ausschöpfen möchte, bei dem kann die Strategie genau umgekehrt aussehen: Start mit hohen CPCs und anschließend folgt eine kontinuierliche Anpassung entsprechend der einzelnen Produktperformances. Jede der beiden Lösungen erfordert eine laufende Optimierung der CPCs auf Produktgruppenebene, wenn die Longtailer auch langfristig nach Relevanz, Reichweite und Kosteneffizienz streben.
Ist Reichweite das primäre Ziel, sollte bei der Optimierung vor allem die Click-Through-Rate berücksichtigt werden. Geht es bei der Shopping-Kampagne vorrangig um hohe Conversions unter Einhaltung eines Ziel-CPOs, gelten andere KPIs. Welche Produkte aus dem Portfolio sich über Google Shopping am besten verkaufen, zeigen die Performancedaten. Aber auch eine Vorab-Analyse der Google Analytics-Daten kann Hinweise auf die Top-Performer liefern. Entsprechend der Segmentierung sollten anschließend die CPC-Gebote optimiert werden.
Der organische Suchmaschinenindex wird von Google künftig immer weiter aus dem Browser-Sichtfeld nach unten verdrängt. Kostenpflichtige Anzeigen dagegen nehmen Logenplätze ein. Gerade für Longtailer und Spezialisten, die in der Regel sehr gut in der organischen Suche aufgestellt sind, ist es deshalb sinnvoll, Google Shopping und/oder AdWords zu nutzen. Longtailer sollten ihren Fokus dabei auf eine besondere Tiefe ihrer Produktdaten legen. Am kosteneffizientesten werben sie dabei mit einer Kampagne bei Google Shopping.
Doch auch die Kombination von Google AdWords-Anzeigen und Google Shopping-Anzeigen kann für Longtailer durchaus interessant sein. Während potenzielle Kunden, die noch am Anfang ihrer Customer Journey stehen, mit einer informierenden Textanzeige erreicht werden, können informierte User, die bereits kurz vor der Kaufentscheidung stehen, über eine Google Shopping-Anzeige geködert werden. Mein Tipp: Je nach Budget am besten alle Möglichkeiten testen und darüber den eigenen individuellen Marketingmix identifizieren.
iBusiness-Autor Tim Schmid ist Mitglied der Geschäftsleitung und Director Affiliate/SEA/Display bei der Spezial-Agentur Explido Iprospect .

