Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Mobiles SEO: Was Googles neue Spielregeln für Shops bedeuten
18.07.2013 Ab sofort straft Google Seiten ab, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind. Wen es erwischt, wie man sich wappnet und was als nächstes droht, zeigt die Analyse der operativen und strategischen Mobile-SEO-Trends.
HANDLUNGSRELEVANZ
|
|
Operativ |
Strategisch |
Visionär |
|
Technik |
|
|
|
|
Medien |
|
|
|
|
Wirtschaft |
|
|
|
|
|
heute |
morgen |
übermorgen |
Vor diesem Hintergrund hat die auf mobiles SEO spezialisierte Gjuce GmbH eine Bestandsaufnahme gemacht: Sie untersuchte 91 ECommerce-Seiten und sah nach, ob diese
- über einen mobile Webshop verfügen,
- über welches URL-Konzept die Mobile-Webshops ausgeliefert werden und
- geprüft, ob Startseiten-Redircets und Produkt-Seiten-Redirects richtig konfiguriert sind.
Basis für die Auswahl der untersuchten Seiten ist das Ranking-Poster der hundert größten Online-Shops von iBusiness.
Diese Erhebung zeigt einiges über den Status Quo mobilen SEOs bei Deutschlands Top-Shops:
- So besitzen 36,3 Prozent der untersuchten E-Commerce-Seiten einen Mobile-Shop. Von den Mobile-Shops werden
- 67 Prozent über eine Mobile-Subdomain,
- 1,1 Prozent über eine Mobile-Directory und
- 4,4 Prozent auf der selben URL wie die Desktop-Version ausgeliefert.
- Hingegen verwenden nur 1,1 Prozent ein Responsive-Design, obwohl dies von Google explizit als Best-Case empfohlen wird.
- Die Untersuchung der Mobile-Redirects hat folgendes zu Tage geführt:
- 6 Prozent haben auf der Startseite keine Weiterleitung eingerichtet und
- ganze 25 Prozent besitzen überhaupt keine Detail-Seiten-Weiterleitung.
Mobilpatzer: Was Google nicht leiden kann
Im Katalog der Patzer, die Google künftig als fehlerhaftes Mobile-SEO abstraft, stehen ganz oben die fehlerhaften Weiterleitungen ("Faulty Redirects"). Google schreibt hierzu: "Einige Websites nutzen separate URLs, um Desktop- und Smartphone-Nutzer zu bedienen." Eine fehlerhafte Weiterleitung liegt für den Suchmaschinenriesen dann vor, wenn Nutzer von einer Unterseite der Desktopseite auf eine nicht passende Unterseite der für Smartphones optimierten Mobile-Website weitergeleitet werden: "Ein typisches Beispiel ist, wenn Smartphone-Nutzer von allen Unterseiten der Desktop-Website auf die Startseite der Mobile-Website weitergeleitet werden."Diese Art der Weiterleitung behindert laut Google "die zielgerichtete Nutzung der Website-Besucher und kann dazu führen, dass diese die Website nicht mehr verwenden und sich lieber anderweitig umschauen." Was sicher gerade dann zutreffen dürfte, wenn die Nutzer schlechten Empfang haben und sich die gewünschte Webseite nur schleppend aufbaut.
Google kündigt Strafmaßnahmen für Mobile-SEO-Ignoranten an - egal, ob der Nutzer Websites, Videos oder etwas anderes sucht, "unsere Ranking-Anpassungen werden daher viele verschiedene Sucharten betreffen."
Um fehlerhafte Weiterleitungen zu vermeiden, sollen Webmaster wie folgt vorgehen:
- Smartphone-Nutzer müssen von der Desktop-Website zur korrespondieren Unterseite der Mobile-Website weitergeleitet werden.
- Falls diese Inhalte nicht auf der Mobile-Website vorhanden sind, sollten lieber die Inhalte der Desktop-Website angezeigt werden, statt auf eine irrelevante Unterseite der Mobile-Website weiterzuleiten.
Die Lösung, um ein Faulty-Redirect zu vermeiden, ist also die exakte Weiterleitung auf die mobile URL der angefragte Unterseite. Wird beispielsweise nach dem Produkt "Fossil Armband Herren Baur", das bei Onlinehändler Baur.de im Sortiment geführt wird, innerhalb der Google-Suche gesucht, wird eine entsprechende Unterseite von Baur.de gelistet. Klickt der Nutzer auf das entsprechende Suchergebnis, wird dieser auf die entsprechende mobile Unterseite weitergeleitet. Diese exakte Weiterleitung entspricht der Erwartungshaltung der Nutzer und erfüllt die Anforderungen von Google.
Unter dem Rubrum "Smartphone-spezifische Fehlermeldungen" listet Google eine Reihe von Weiterleitungssünden auf - darunter finden sich vor allem Tipps zum gewünschten Vorgehen, wenn nur Teile der Webseite mobil-optimiert sind, andere dagegen nicht:
- Wenn Nutzer eine Desktop-Website mit einem Smartphone besuchen und es besteht eine inhaltlich entsprechende Unterseite, die mobil-optimiert ist, sollten die Nutzer dorthin weitergeleitet werden und nicht eine 404- oder Soft-404-Seite erhalten.
- Die mobil-optimierte Seite selbst soll keine Fehlerseite sein - Google bevorzugt es, nicht mobil-optimierte Inhalte als Desktop-Website auszuliefern: "Dem Nutzer die von ihm gesuchten Inhalte anzuzeigen ist eine viel bessere Option als ihm eine Fehlerseite anzuzeigen."
In diesem Beispiel von Zalando.de existiert keine mobil korrespondierende Unterseite zu dem Produkt "Skihandschuhe". Jedoch leitet Zalando den Suchenden nicht direkt auf die passende Desktop-Unterseite, sondern vorher auf eine mobile Zwischenseite. Auf dieser Zwischenseite bietet Zalando den Suchenden zwei Auswahlmöglichkeiten:
- "Zur Standard-Webseite" - bei dieser Auswahloption werden die Nutzer auf die entsprechende Desktop-Unterseite geleitet.
- "Abbrechen" schickt die Nutzer auf die Mobile-Startseite weiter.
Betrachtet man den von Google genannten Punkt bezüglich der Ausgabe von "Fehlerseiten", so ist die Zwischenseite von Zalando im engeren Sinne als Fehlerseite zu deklarieren. Dies ist dadurch begründet, dass unter der mobilen URL nicht der korrespondierende Inhalt ausgegeben wird und dadurch eine zielgerichtete Nutzung der Webseite verhindert wird.
Da Zalando keine korrespondierende mobil optimierte Unterseite besitzt, ist es für Zalando empfehlenswert, um Google konform zu handeln und dem Nutzer eine zielgerichtete Nutzung zu ermöglichen, die Desktop-Seite auszuliefern.
Von verwirrten Bots und nutzlosen Videos
Was die Suchmaschine auch nicht mehr leiden kann, ist die falsche Behandlung des mobilen Googlebots: "Ein typischer Fehler ist, den Googlebot für Smartphones fälschlicherweise auf die Website weiterzuleiten, die für Feature-Phones (einfache Handys ohne vollwertigen Webbrowser) optimiert ist, welche den Googlebot für Smartphones wiederum auf die Desktop-Website weiterleitet. Hierdurch entsteht eine endlose Weiterleitungsschleife."Zur Fehler-Reparatur empfiehlt Google: Da sich alle Googlebot-Mobile-User-Agents als konkrete Smartphones ausgeben, sollten diese auch genau wie diese Smartphones behandelt werden. So gibt sich der Googlebot für Smartphones derzeit als Iphone aus und sollte mit demselben Ergebnis bedient werden, wie es ein Iphone-Nutzer erhalten würde.
Noch immer wimmelt das Web auch von Videos, die sich auf Smartphones nicht abspielen lassen - für Google künftig auch ein ganz klares Ranking-Gift: Dies trifft zu, wenn zum Beispiel Inhalte zur Darstellung Adobe Flash benötigen und daher nicht auf iPhones funktionieren oder auf Geräten mit Android der Version 4.1 und höher.
Der mobile SEO-Check der deutschen Top-15-Shops: Welche Weiterleitung sie nutzen und ob sie schon Google-konform sind
Exklusiv auf iBusiness veröffentlicht Gjuice die ersten Ergebnisse aus einer umfangreichen Mobile-SEO Studie, die in Kooperation mit SEOlytics entstand. Die Studie wird in Kürze auf Mobile SEO.de und Seolytics erreichbar sein. Sie untersucht, wie die deutschen Top-Shops Shops weiterleiten und ob sie damit nach Googles Richtlinien gegen einen Rankingabsturz gesichert sind.
| Der mobile SEO-Check der deutschen Top-15-Shops | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ranking | Brand / Webseite | Kategorie | Mobile Shop | URL-Konzept | Google konformes Ergebnis: Startseite | Google konfomres Ergebnis: Produkt-Unterseite |
| 1 | Otto.de | Generalist |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 2 | Neckermann.de | Generalist | kein mobile Shop |
|
| |
| 3 | notebooksbilliger.de | Technik |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 4 | Conrad.de | Technik |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 5 | Weltbild.de | Generalist |
| One-URL |
|
|
| 6 | Bonprix.de | Mode |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 7 | Esprit.de | Mode |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 8 | Cyberport | Technik |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 9 | H&M.com | Mode |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 10 | C-and-a.com | Mode | kein mobile Shop |
|
| |
| 11 | Thomann.de | Technik |
| One-URL |
|
|
| 12 | Baur.de | Mode |
| Mobile-Subdomain |
|
|
| 13 | Sanicare.de | Medizin | kein mobile Shop |
|
| |
| 14 | Tchibo.de | Generalist |
| Mobile-Directory |
|
|
| 15 | Alternate | Technik |
| Mobile-Subdomain |
|
|
Zu: Mobiles SEO: Was Googles neue Spielregeln für Shops bedeuten
Google bestraft den dessen Inhalt auf mobilen Geräten nicht zu 100% angezeigt werden kann. Entweder durch Flash und Co - oder durch falsche mobile optimierung. Wer ein Responsive hat ist fein raus - ein viewport tag genügt an sich bei Weiterleitungen wird es zu Problemen kommen - siehe http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2013/06/changes-in-rankings-of-smartphone_11.html

