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Mobiles SEO: Was Googles neue Spielregeln für Shops bedeuten

18.07.2013 Ab sofort straft Google Seiten ab, die nicht für Mobilgeräte optimiert sind. Wen es erwischt, wie man sich wappnet und was als nächstes droht, zeigt die Analyse der operativen und strategischen Mobile-SEO-Trends.

 (Bild: Pixarbay)
Bild: Pixabay
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Bild: Pixabay
Bild: Pixarbay unter Creative Commons Lizenz by

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Die iBusiness-Handlungsmatrix zeigt, wie langfristig die vorgestellten Aufgaben angegangen werden müssen.
Google hat im Google Webmaster Central Blog   erstmals die Fehler bei mobilen Webseiten konkretisiert, die zukünftig in das Mobil-Ranking von Webseiten mit einfließen werden. Sie sind für Publisher somit künftig zwingend zu beachten, damit keine Rankingverluste drohen. Damit wird mobiles SEO von einer strategischen zu einer operativen Maßnahme: Ohne geht es nicht mehr.

Vor diesem Hintergrund hat die auf mobiles SEO spezialisierte Gjuce GmbH   eine Bestandsaufnahme gemacht: Sie untersuchte 91 ECommerce-Seiten und sah nach, ob diese
  • über einen mobile Webshop verfügen,
  • über welches URL-Konzept die Mobile-Webshops ausgeliefert werden und
  • geprüft, ob Startseiten-Redircets und Produkt-Seiten-Redirects richtig konfiguriert sind.

Basis für die Auswahl der untersuchten Seiten ist das Ranking-Poster der hundert größten Online-Shops von iBusiness.

Diese Erhebung zeigt einiges über den Status Quo mobilen SEOs bei Deutschlands Top-Shops:
  • So besitzen 36,3 Prozent der untersuchten E-Commerce-Seiten einen Mobile-Shop. Von den Mobile-Shops werden
    • 67 Prozent über eine Mobile-Subdomain,
    • 1,1 Prozent über eine Mobile-Directory und
    • 4,4 Prozent auf der selben URL wie die Desktop-Version ausgeliefert.
    • Hingegen verwenden nur 1,1 Prozent ein Responsive-Design, obwohl dies von Google explizit als Best-Case empfohlen wird.
  • Die Untersuchung der Mobile-Redirects hat folgendes zu Tage geführt:
    • 6 Prozent haben auf der Startseite keine Weiterleitung eingerichtet und
    • ganze 25 Prozent besitzen überhaupt keine Detail-Seiten-Weiterleitung.
    Hierdurch erfüllen viele Brands nicht die Erwartungshaltung der Nutzer und riskieren gleichzeitig zukünftige Rankingeinbußen.

Mobilpatzer: Was Google nicht leiden kann

Im Katalog der Patzer, die Google künftig als fehlerhaftes Mobile-SEO abstraft, stehen ganz oben die fehlerhaften Weiterleitungen ("Faulty Redirects"). Google schreibt hierzu: "Einige Websites nutzen separate URLs, um Desktop- und Smartphone-Nutzer zu bedienen." Eine fehlerhafte Weiterleitung liegt für den Suchmaschinenriesen dann vor, wenn Nutzer von einer Unterseite der Desktopseite auf eine nicht passende Unterseite der für Smartphones optimierten Mobile-Website weitergeleitet werden: "Ein typisches Beispiel ist, wenn Smartphone-Nutzer von allen Unterseiten der Desktop-Website auf die Startseite der Mobile-Website weitergeleitet werden."

Mobile SEO - Beispiel für ein (Bild: gjuice)
Bild: gjuice
Mobile SEO - Beispiel für ein

Diese Art der Weiterleitung behindert laut Google "die zielgerichtete Nutzung der Website-Besucher und kann dazu führen, dass diese die Website nicht mehr verwenden und sich lieber anderweitig umschauen." Was sicher gerade dann zutreffen dürfte, wenn die Nutzer schlechten Empfang haben und sich die gewünschte Webseite nur schleppend aufbaut.

Google kündigt Strafmaßnahmen für Mobile-SEO-Ignoranten an - egal, ob der Nutzer Websites, Videos oder etwas anderes sucht, "unsere Ranking-Anpassungen werden daher viele verschiedene Sucharten betreffen."

Um fehlerhafte Weiterleitungen zu vermeiden, sollen Webmaster wie folgt vorgehen:

  • Smartphone-Nutzer müssen von der Desktop-Website zur korrespondieren Unterseite der Mobile-Website weitergeleitet werden.
  • Falls diese Inhalte nicht auf der Mobile-Website vorhanden sind, sollten lieber die Inhalte der Desktop-Website angezeigt werden, statt auf eine irrelevante Unterseite der Mobile-Website weiterzuleiten.

Mobile SEO - Beispiel für ein richtiges Redirect anhand baur.de (Bild: gjuice)
Bild: gjuice
Mobile SEO - Beispiel für ein richtiges Redirect anhand baur.de

Die Lösung, um ein Faulty-Redirect zu vermeiden, ist also die exakte Weiterleitung auf die mobile URL der angefragte Unterseite. Wird beispielsweise nach dem Produkt "Fossil Armband Herren Baur", das bei Onlinehändler Baur.de   im Sortiment geführt wird, innerhalb der Google-Suche gesucht, wird eine entsprechende Unterseite von Baur.de gelistet. Klickt der Nutzer auf das entsprechende Suchergebnis, wird dieser auf die entsprechende mobile Unterseite weitergeleitet. Diese exakte Weiterleitung entspricht der Erwartungshaltung der Nutzer und erfüllt die Anforderungen von Google.

Unter dem Rubrum "Smartphone-spezifische Fehlermeldungen" listet Google eine Reihe von Weiterleitungssünden auf - darunter finden sich vor allem Tipps zum gewünschten Vorgehen, wenn nur Teile der Webseite mobil-optimiert sind, andere dagegen nicht:

  • Wenn Nutzer eine Desktop-Website mit einem Smartphone besuchen und es besteht eine inhaltlich entsprechende Unterseite, die mobil-optimiert ist, sollten die Nutzer dorthin weitergeleitet werden und nicht eine 404- oder Soft-404-Seite erhalten.
  • Die mobil-optimierte Seite selbst soll keine Fehlerseite sein - Google bevorzugt es, nicht mobil-optimierte Inhalte als Desktop-Website auszuliefern: "Dem Nutzer die von ihm gesuchten Inhalte anzuzeigen ist eine viel bessere Option als ihm eine Fehlerseite anzuzeigen."

Unnötige und rankingschädliche Fehlerseite bei Zalando.de (Bild: gjuice)
Bild: gjuice
Unnötige und rankingschädliche Fehlerseite bei Zalando.de

In diesem Beispiel von Zalando.de   existiert keine mobil korrespondierende Unterseite zu dem Produkt "Skihandschuhe". Jedoch leitet Zalando den Suchenden nicht direkt auf die passende Desktop-Unterseite, sondern vorher auf eine mobile Zwischenseite. Auf dieser Zwischenseite bietet Zalando den Suchenden zwei Auswahlmöglichkeiten:

  • "Zur Standard-Webseite" - bei dieser Auswahloption werden die Nutzer auf die entsprechende Desktop-Unterseite geleitet.
  • "Abbrechen" schickt die Nutzer auf die Mobile-Startseite weiter.

Betrachtet man den von Google genannten Punkt bezüglich der Ausgabe von "Fehlerseiten", so ist die Zwischenseite von Zalando im engeren Sinne als Fehlerseite zu deklarieren. Dies ist dadurch begründet, dass unter der mobilen URL nicht der korrespondierende Inhalt ausgegeben wird und dadurch eine zielgerichtete Nutzung der Webseite verhindert wird.

Was eine bessere Lösung für Zalandos Weiterleitungsproblem wäre: die Desktopseite statt eines Fehlers auszuliefern. (Bild: gjuice)
Bild: gjuice
Was eine bessere Lösung für Zalandos Weiterleitungsproblem wäre: die Desktopseite statt eines Fehlers auszuliefern.

Da Zalando keine korrespondierende mobil optimierte Unterseite besitzt, ist es für Zalando empfehlenswert, um Google konform zu handeln und dem Nutzer eine zielgerichtete Nutzung zu ermöglichen, die Desktop-Seite auszuliefern.

Von verwirrten Bots und nutzlosen Videos

Was die Suchmaschine auch nicht mehr leiden kann, ist die falsche Behandlung des mobilen Googlebots: "Ein typischer Fehler ist, den Googlebot für Smartphones fälschlicherweise auf die Website weiterzuleiten, die für Feature-Phones (einfache Handys ohne vollwertigen Webbrowser) optimiert ist, welche den Googlebot für Smartphones wiederum auf die Desktop-Website weiterleitet. Hierdurch entsteht eine endlose Weiterleitungsschleife."

Zur Fehler-Reparatur empfiehlt Google: Da sich alle Googlebot-Mobile-User-Agents als konkrete Smartphones ausgeben, sollten diese auch genau wie diese Smartphones behandelt werden. So gibt sich der Googlebot für Smartphones derzeit als Iphone aus und sollte mit demselben Ergebnis bedient werden, wie es ein Iphone-Nutzer erhalten würde.

Noch immer wimmelt das Web auch von Videos, die sich auf Smartphones nicht abspielen lassen - für Google künftig auch ein ganz klares Ranking-Gift: Dies trifft zu, wenn zum Beispiel Inhalte zur Darstellung Adobe Flash benötigen und daher nicht auf iPhones funktionieren oder auf Geräten mit Android der Version 4.1 und höher.

Der mobile SEO-Check der deutschen Top-15-Shops: Welche Weiterleitung sie nutzen und ob sie schon Google-konform sind


Exklusiv auf iBusiness veröffentlicht Gjuice die ersten Ergebnisse aus einer umfangreichen Mobile-SEO Studie, die in Kooperation mit SEOlytics entstand. Die Studie wird in Kürze auf Mobile SEO.de   und Seolytics   erreichbar sein. Sie untersucht, wie die deutschen Top-Shops Shops weiterleiten und ob sie damit nach Googles Richtlinien gegen einen Rankingabsturz gesichert sind.


Der mobile SEO-Check der deutschen Top-15-Shops
Ranking
Brand / Webseite
Kategorie
Mobile Shop
URL-Konzept
Google konformes Ergebnis:
Startseite
Google konfomres Ergebnis:
Produkt-Unterseite
1
Otto.de  Generalist


Mobile-Subdomain



2
Neckermann.de  Generalist
kein mobile Shop



3
notebooksbilliger.de  Technik


Mobile-Subdomain



4
Conrad.de   Technik


Mobile-Subdomain



5
Weltbild.de  Generalist


One-URL



6
Bonprix.de  Mode


Mobile-Subdomain



7
Esprit.de  Mode


Mobile-Subdomain



8
Cyberport  Technik


Mobile-Subdomain



9
H&M.comMode


Mobile-Subdomain



10
C-and-a.com  Mode
kein mobile Shop



11
Thomann.de  Technik


One-URL



12
Baur.de  Mode


Mobile-Subdomain



13
Sanicare.de  Medizin
kein mobile Shop



14
Tchibo.de  Generalist


Mobile-Directory



15
Alternate  Technik


Mobile-Subdomain






Johann Moor (Bild: Gjuice)
Bild: Gjuice
Johann Moor

iBusiness-Autor Johann Moor ist SEO Consultant bei Gjuce.

Thema: Mobiles SEO: Was Googles neue Spielregeln für Shops bedeuten

Kommentar von Sebastian Halm

Strategisches Mobile SEO: Sieben Trends zur Zukunft mobiler Sichtbarkeit

Google wird weitere Updates zur mobilen Suche vornehmen und dabei immer kleinteiliger gegen Fehler beim mobilen SEO vorgehen - sieben Trends geben vor, wie sich Marken langfristig gegen Rankingasbtürze schützen.

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Sebastian Halm (HighText Verlag)
Bild: HighText Verlag
Neuer Kommentar  Kommentare:
Andreas Becker
Von: Andreas Becker ,  intenSEO ,  Verbindungen
Am: 18.07.2013

Zu: Mobiles SEO: Was Googles neue Spielregeln für Shops bedeuten

Mir gefällt die Ausdrucksweise "die nicht für Mobilgeräte optimiert sind" nicht.
Google bestraft den dessen Inhalt auf mobilen Geräten nicht zu 100% angezeigt werden kann. Entweder durch Flash und Co - oder durch falsche mobile optimierung. Wer ein Responsive hat ist fein raus - ein viewport tag genügt an sich bei Weiterleitungen wird es zu Problemen kommen - siehe http://googlewebmastercentral.blogspot.de/2013/06/changes-in-rankings-of-smartphone_11.html
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