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Telearbeit-Studie: Pendler arbeiten ungern unterwegs

05.01.2015 Schnell ein wichtiges Dokument in der Bahn auf dem Notebook durchsehen oder sich im Auto in eine Telefonkonferenz einwählen? Das machen die Deutschen auf dem Weg zur Arbeit gar nicht gerne, so eine Studie.

Mögen Pendler nicht so gerne: Arbeiten am Notebook (Bild: SplitShire/Pixabay)
Bild: SplitShire/Pixabay
Mögen Pendler nicht so gerne: Arbeiten am Notebook
"Wir haben im Rahmen der Studie nachgefragt, welche Aktivitäten während des Pendelns üblicherweise genutzt werden", erläutert Professor Dr. Sabine Benoit , Professorin für Marketing an der Roehampton Business School   in London. "Wir waren überrascht, dass berufsbezogene Tätigkeiten wie E-Mails lesen oder berufliche Telefonate führen dabei eine sehr untergeordnete Rolle spielen." Nur zwei Prozent der Pendler lesen oder bearbeiten üblicherweise unterwegs berufliche Dokumente, knapp sechs Prozent beschäftigen sich mit beruflichen Telefonaten oder E-Mails.

Beliebter sind dagegen die Zeitung oder ein Buch, um den Weg zur Arbeit unterhaltsamer zu gestalten - elf Prozent der Pendler konzentrieren sich unterwegs gerne darauf. Knapp 19 Prozent beschäftigen sich mit Internet, Online-Medien oder privaten E-Mails. Mit weitem Abstand vorne bei den Beschäftigungen während des Pendelns liegt das Musik oder Radio hören - 51 Prozent der Pendler geben an, dies üblicherweise unterwegs zu tun, wobei dies häufig parallel zu anderen Aktivitäten durchgeführt wird. 60 Prozent geben an, sich ganz auf den Verkehr zu konzentrieren. Unterwegs sind die Deutschen also keine Workaholics, sehr wohl aber Multitasker. Jeder Befragte hat im Schnitt 1,7 Aktivitäten während des Reisens genannt.

Für die mehrstufige Studie im Auftrag der Lekkerland AG   sind bestehende wissenschaftliche
Untersuchungen zu den Themen Mobilität und Unterwegsversorgung gesichtet und analysiert worden. Auf dieser Basis hat man die für die Kundensegmentierung wichtigen Aspekte abgeleitet und einen standardisierten Fragebogen erstellt. Rund 1.000 in Deutschland lebende Personen ab 18 Jahren wurden in einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage eingehend befragt. Daraus wurden zehn Mobilitätstypen ermittelt.
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