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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Deutsche Shopper pfeifen auf's Klima
24.04.2026 Die Bereitschaft, beim Onlineshopping freiwillig fürs Klima zu zahlen, nimmt spürbar ab. Besonders in Deutschland sinkt die Quote deutlich - mit klaren Unterschieden zwischen Regionen und im internationalen Vergleich.
Die Zahlen zeigen einen klaren Trend: KundInnen verzichten zunehmend auf zusätzliche Zahlungen für den Klimaschutz. Im ersten Quartal 2026 erreichte der Anteil in Deutschland einen neuen Tiefstand. In der Schweiz liegt die Quote aktuell bei gut neun Prozent, nach knapp zwölf Prozent im Jahr 2022.
Parallel dazu hat sich auch die gesellschaftliche Wahrnehmung verschoben. In Deutschland rangiert der Klimawandel derzeit nur noch auf Platz acht der wichtigsten gesellschaftlichen Sorgen. Themen wie Einwanderung sowie Armut und soziale Ungleichheit stehen im Vordergrund.
Regionale Unterschiede beim Klimabewusstsein
Innerhalb Deutschlands zeigt sich ein deutliches Stadt-Land-Gefälle. In den Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen entscheiden sich KundInnen häufiger für den freiwilligen Klimabeitrag. In ostdeutschen Flächenländern wie Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen fällt die Zahlungsbereitschaft hingegen geringer aus. Ein ähnliches Muster zeigt sich in der Schweiz: In urban geprägten Kantonen wie Basel-Stadt, Zürich und Bern ist die Beteiligung höher als in ländlichen Regionen wie Appenzell Innerrhoden, Wallis oder Freiburg.
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Jetzt Mitglied werdenDer Rückgang zeigt, dass freiwillige Nachhaltigkeitsoptionen im Checkout aktuell weniger ziehen. Die Zahlungsbereitschaft scheint stark von der allgemeinen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Stimmung abhängig zu sein.
Zugleich bleibt ein strukturelles Spannungsfeld bestehen: Während nachhaltiger Konsum an Bedeutung verliert, steigt das Bestellvolumen weiter. Aus ökologischer Sicht wäre weniger Konsum die effektivere Maßnahme - ein Trend, der sich im E-Commerce bislang jedoch nicht abzeichnet.
