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S/4HANA

Studie: ERP-Migration zu S/4Hana stößt auf Schwierigkeiten

23.11.2023 Laut einer Umfrage ist der Aufwand für den Übergang zu SAP S/4Hana immens, viele Firmen schrecken vor einer Greenfield-Umsetzung zurück. Angesichts des nahenden Support-Endes alter SAP-Systeme setzen Unternehmen immer mehr auf Dienstleister. Doch die eigentliche Schwierigkeit liegt an anderer Stelle.

 (Bild: ecos System GmbH)
Bild: ecos System GmbH
An SAP führt kein Weg vorbei: 91 Prozent aller Unternehmen setzen ein ERP-System ein, in drei Viertel der Fälle ist es eine SAP-S/4Hana-Lösung. Die Gründe sind vielfältig: 55 Prozent versprechen sich davon einen höheren Umsatz, 44 Prozent erwarten durch die Einführung mehr Flexibilität für neue Business-Anforderungen. Klar ist vielen Unternehmen, dass ein frühzeitiger Umstieg Wettbewerbsvorteile bringt. Auch die befragten Unternehmen, die noch kein ERP-System einsetzen, wollen schnell SAP S/4Hana einführen. 15 Prozent dieser Unternehmen sind gerade dabei, weitere 23 Prozent haben die Einführung innerhalb der nächsten 12 Monaten geplant

Viele Risiken und Stolperfallen

Die Studie zeigt aber auch, dass viele Unternehmen beim Umstieg Risiken und Stolperfallen sehen. Hierbei stehen Probleme mit der Datenmigration (39 Prozent), Anpassungen der IT-Landschaft (37 Prozent) und fehlendes Fachpersonal (36 Prozent) im Vordergrund. Knapp ein Viertel geben den Kenntnisstand der Fachabteilungen als Herausforderung an.

Viele der befragten Unternehmen und Organisationen sehen sich daher nicht in der Lage, den ERP-Umstieg selbst zu stemmen. Knapp 90 Prozent beauftragen für die Migration einen oder mehrere Dienstleister, 35 Prozent schließen sogar Verträge für eine dauerhafte Betreuung ab. Nur die wenigsten Unternehmen setzen ausschließlich auf Programme wie ?Rise with SAP   für den Einstieg in die S/4Hana-Cloud und verzichten dabei auf einen externen Partner. Nach den Auswahlkriterien für einen SAP-Partner befragt, legen Unternehmen neben der Beratungskompetenz mit 47,7 Prozent viel Wert auf Branchen-Know-how (36,1 Prozent) und auf zertifizierte Mitarbeiter (34,2 Prozent).

Das baldige Support-Ende des SAP-ECC-6.0-Installationen erzeugt schon jetzt einen höheren Migrationsdruck und wird zu einem Beratermangel führen, so das Studienergebnis. Das erhöhe den Druck, sich frühzeitig nach Dienstleistern umzusehen.

Anspruch und Wirklichkeit: Greenfield- versus Brownfield-Ansätze

Die größten Effizienzgewinne erwarten Unternehmen, wenn sie bei einer Migration ihrer SAP-Landschaft in die Cloud ihre ERP-Lösung komplett neu aufsetzen. 42 Prozent der Unternehmen stimmen der Aussage zu, dass eine reine Systemmigration der bisherigen SAP-ECC-6.0-Lösung eine vertane Chance in puncto Innovation darstellt. Bei einem entsprechenden Grüne-Wiesen-Ansatz werden auch Prozesse umstrukturiert und neu konzipiert. Er ist daher aufwendiger als der Ansatz, möglichst eine 1-zu-1-Kopie der bisherigen SAP-Landschaft in die Cloud oder weiter On-Premises zu migrieren. 39 Prozent der Unternehmen, die bereits migriert haben, wählten diesen Ansatz. Betrachtet man nur Firmen mit einem IT-Budget über 10 Mio. Euro sind es sogar 46 Prozent. Den innovativen Greenfield-Ansatz wählten unter allen Organisationen nur knapp 27 Prozent. Ein weiteres Viertel hat sich für einen hybriden Ansatz (Mischung aus Greenfield und Brownfield) entschieden.

Für die Studie 'SAP S/4HANA 2024 ? Aktuelle Cloud-ERP-Trends'  ' wurden 317 Unternehmen jeglicher Größe und Branche in Deutschland befragt.
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