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Ottos Blaupause: So geht der Konzern mit Vielretournierenden um
09.01.2026 Der Onlinehändler OTTO hat sein gestuftes Maßnahmenmodell gegen Vielretournierende vorgestellt und erläutert.
Abgrenzung von Hochretournierenden
In seltenen Ausnahmefällen greift Otto zu restriktiveren Maßnahmen. Als sogenannte Hochretournierende gelten Kunden, bei denen über einen längeren Zeitraum ein extremes Missverhältnis zwischen Bestellungen und Rücksendungen besteht. Konkret liegt die Retourenquote in diesen Fällen bei über 90 Prozent. Dieses Verhalten widerspricht nach Unternehmensangaben sowohl der Wirtschaftlichkeit als auch den Nachhaltigkeitszielen des Händlers.Bevor es zu einer Kontosperrung kommt, durchlaufen betroffene Kunden ein mehrstufiges Verfahren. Die Sperrung stellt dabei ausdrücklich den letzten Schritt dar. "Hochretournierende sind äußerst selten und werden nur bei anhaltendem Verhalten nach mehreren Hinweisen ausgeschlossen", erklärt Frank Surholt, Pressesprecher Service, Logistik, Nachhaltigkeit, Finanzen.
- Phase eins: Versand einer sogenannten Umweltmail mit Hinweis auf das auffällige Retourenverhalten und einem Appell an das Verantwortungsbewusstsein
- Phase zwei: Einschränkung der Zahlarten auf sichere Zahlungsweisen wie Vorkasse, Kreditkarte oder PayPal, Kauf auf Rechnung entfällt
- Phase drei: Bestellsperre und damit faktischer Ausschluss vom weiteren Einkauf
