Unsichtbare Marktpotenziale mit Kaufkraftdaten erschließen Jetzt zum Webinar anmelden
Eigene Daten zeigen oft nur einen Teil des Bildes. Erfahren Sie, wie Kaufkraft-, Markt- und Regionaldaten zusätzliche Perspektiven auf Kunden, Regionen und Standorte eröffnen. Anhand konkreter Praxisbeispiele lernen Sie, wie sich bislang verborgene Marktpotenziale erkennen und gezielter nutzen lassen.
Jetzt zum Webinar anmelden
Was ist Deine Digitalagentur wert? Agenturwert berechnen
Sechs Zahlen aus der BWA genügen, um herauszufinden, was aktuell Deine Agentur wert ist und welche Faktoren den Wert beeinflussen.
Agenturwert berechnen

November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk

35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.

Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.

Alle Inhalte im November kostenlos
Heute frei lesen. Morgen nichts verpassen.

Registrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.

Das Newsletter-Abo erhalten Sie im Rahmen der kostenlosen Registrierung.

Kundenbeziehung

Agentic Commerce: 91 Prozent fürchten Verlust der Kundenbeziehung

26.10.2026 KI-Agenten verändern den Online-Handel grundlegend - und bei vielen Händlern wächst die Sorge, sowohl den direkten Kundenkontakt zu verlieren als auch Einbußen im Retail-Media-Geschäft zu erleiden. Eine internationale Studie zeigt, wie sich Händler wappnen können.

Geglückte Kundenbeziehung: Bleibt der Händler bald außen vor? (Bild: UserTesting)
Bild: UserTesting
Geglückte Kundenbeziehung: Bleibt der Händler bald außen vor?
91 Prozent der großen Handelsunternehmen sehen den möglichen Verlust der direkten Kundenbeziehung als Risiko von Agentic Commerce. Gleichzeitig erwarten 68 Prozent, dass KI-Agenten den Handel innerhalb der kommenden zwei Jahre erheblich beeinflussen oder grundlegend verändern werden. Das geht aus einer gemeinsamen Studie der Boston Consulting Group   und des Plattformanbieters Mirakl    hervor.

Für die Untersuchung wurden 50 der weltweit 300 größten Handelsunternehmen sowie 100 internationale Marken befragt. Mehr als ein Drittel der Händler testet bereits Anwendungen für Agentic Commerce, weitere 18 Prozent setzen entsprechende Lösungen in größerem Umfang ein. 24 Prozent befinden sich dagegen noch in der Bewertungsphase.

Nur 18 Prozent der Marktplätze sind auf KI-Agenten vorbereitet

Die Untersuchung zeigt allerdings erhebliche Defizite bei der technischen Vorbereitung. Lediglich 18 Prozent der befragten Händler halten ihre Marktplätze für ausreichend auf KI-Agenten vorbereitet. Zu den Problemen gehören veraltete Systeme, unzureichend strukturierte Produktdaten und fehlende technische Schnittstellen.

Dabei gewinnt die Qualität der Produktinformationen an Bedeutung. KI-Assistenten wie ChatGPT  , Claude   oder Gemini   berücksichtigen bei Produktempfehlungen unter anderem Preise, Verfügbarkeit, Lieferbedingungen und Retourenmöglichkeiten. 67 Prozent der Händler wollen deshalb innerhalb der kommenden zwei Jahre ihre Produktdaten verbessern. 58 Prozent planen, KI-Agenten Informationen zur Warenverfügbarkeit in Echtzeit bereitzustellen.

Beim Datenzugang verfolgen die Unternehmen unterschiedliche Strategien: 42 Prozent machen ihre Produktinformationen grundsätzlich für alle KI-Agenten auffindbar, 32 Prozent gewähren nur ausgewählten Systemen Zugang. Sechs Prozent blockieren externe KI-Agenten vollständig, während 20 Prozent noch keine Entscheidung getroffen haben.

KI verändert auch das Geschäft mit Handelswerbung

Die Veränderungen betreffen auch das Retail-Media-Geschäft. Bislang stammen bei den untersuchten Handelsunternehmen durchschnittlich 28 Prozent der Retail-Media-Umsätze von externen Marktplatzhändlern. Zugleich betrachten 95 Prozent der Händler Retail Media als wichtigen künftigen Gewinntreiber.

Mit der Verlagerung der Produktsuche auf KI-Plattformen könnten klassische Werbeformate in Online-Shops an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig erwarten 65 Prozent der befragten Marken, ihre Werbeausgaben mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Einkaufsassistenten zu erhöhen. Lediglich zwölf Prozent rechnen mit sinkenden Budgets.

Die Studienautoren empfehlen Handelsunternehmen deshalb eine Doppelstrategie: Einerseits sollen sie ihre Produkte durch strukturierte Daten und technische Schnittstellen für externe KI-Agenten auffindbar machen. Andererseits sollen eigene Einkaufsassistenten, exklusive Sortimente und Kundenbindungsprogramme dafür sorgen, dass Verbraucher weiterhin direkt bei den Händlern einkaufen.
Neuer Kommentar  Kommentare:
Schreiben Sie Ihre Meinung, Erfahrungen, Anregungen mit oder zu diesem Thema. Ihr Beitrag erscheint an dieser Stelle.
alle Veranstaltungen Webcasts zu diesem Thema:
Dienstleister-Verzeichnis Agenturen/Dienstleister zu diesem Thema: