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Kanonenkugeln für alle

21.04.2022 Brüssel lässt keinen Zweifel daran: Die Internetkonzerne haben lange genug ihren Spaß gehabt, jetzt wird's ernst.

iBusiness-Analyst Sebastian Halm
Mit dem Digital Markets Act und der geplanten Fortsetzung, die noch vorhandene Lücken schließen wird, dem Service Act, zeigt Brüssel vor allem eines: Ab nun wird ein anderer Ton die Diskussion mit Google, Amazon, Apple und Facebook beherrschen. Die Webkonzerne werden vielleicht noch einige Zeit benötigen, um das zu kapieren. Eine Zeit, in der sie ausreizen werden, wie weit man Brüssel doch noch ärgern kann.

Doch man braucht keine Wahrsagerkugel um zu sehen, dass nun eine Zukunft beginnt, in der Brüssel über die Scherze der Web-Dickfische nicht mehr lachen wird. Wer im DMA zwischen den Zeilen liest, wird eine klare Botschaft entdecken. Der wilde Westen ist Geschichte, das Zeitalter der digital-industriellen Revolution weicht nun einer Marktwirtschaft, in der die Fabrikbesitzer aus Seattle, Cupertino und Mountainview nicht mehr treiben können, was sie wollen.

Das Potenzial, das darin liegt, besonders für einen Standort wie Deutschland, ist enorm. Immer haben hiesige Firmen über die Kanonenkugel am Bein geklagt, die ihnen die bundesdeutschen und EU-Regularien anlegen. Die werden bleiben, aber bald schon werden die Großen die gleichen Fesseln am Bein haben.
Thema:

Digital Markets Act: Was das Gesetz ändern wird, das Amazon und Facebook hassen

Der Digital Markets Act kommt und wird Amazon und Co. in überfällige Schranken weisen. Profitieren werden Kleine, Innovation und Wettbewerb. Auch eine irre SEO-Idee scheint möglich.

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Wenn der Digital Markets Act nicht (unwahrscheinlicherweise) noch massiv abgemildert wird, dürften die Webriesen seinen Einschlag sehr deutlich spüren (Bild: 12222786/Pixabay)
Bild: 12222786/Pixabay
Wenn der Digital Markets Act nicht (unwahrscheinlicherweise) noch massiv abgemildert wird, dürften die Webriesen seinen Einschlag sehr deutlich spüren

Kommentar von Sebastian Halm

Kanonenkugeln für alle

Brüssel lässt keinen Zweifel daran: Die Internetkonzerne haben lange genug ihren Spaß gehabt, jetzt wird's ernst.

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iBusiness-Analyst Sebastian Halm (Timo Bierbaum)
Bild: Timo Bierbaum
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