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Regulierung
EU zwingt Meta zur Öffnung von WhatsApp für 3rd-Party Chatbots
10.02.2026 Die EU-Kommission greift in Metas KI-Strategie bei WhatsApp ein. Künftig soll der Messenger auch Chatbots anderer Anbieter zulassen. Für Marketer und Anbieter digitaler Services geht es um Reichweite, Plattformzugang und fairen Wettbewerb.
Bild: Thomas Ulrich auf Pixabay
WhatsApp wird längst nicht mehr nur für private Kommunikation genutzt. Unternehmen setzen den Messenger zunehmend für Kundenservice, Bestellprozesse und automatisierte Kommunikation ein. Dabei kommen häufig KI-gestützte Chatbots zum Einsatz, für die Meta nach eigenen Angaben Gebühren erhebt.
Nach Darstellung des Konzerns nutzten in der Vergangenheit jedoch auch reine KI-Anbieter WhatsApp als Ausspielkanal für ihre eigenen Chatbots. Diese profitierten von Reichweite und Infrastruktur der Plattform, ohne Teil des Geschäftsmodells von Meta zu sein. Deshalb änderte Meta im Oktober seine Geschäftsbedingungen und schloss alle Unternehmen von der WhatsApp-Unternehmens-Chat-Funktion aus, deren Hauptgeschäft Künstliche Intelligenz ist.
Brüssel sieht Wettbewerbsverstoß und droht mit Sanktionen
Genau dieses Vorgehen bewertet die EU-Kommission als Verstoß gegen europäische Wettbewerbsregeln. Durch den Ausschluss könnten kleinere Wettbewerber einen "irreparablen Schaden" erleiden, so die Behörde. Wir können nicht zulassen, dass dominante Technologiekonzerne ihre Marktmacht ausnutzen, um sich einen unfairen Vorteil zu verschaffen, erklärte Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera .Meta wies die Vorwürfe zurück. Eine Konzernsprecherin erklärte, es gebe keinen Grund für ein Eingreifen der EU. Die Kommission gehe fälschlicherweise davon aus, dass WhatsApp ein zentraler Vertriebskanal für KI-Chatbots sei.
Meta kann nun offiziell auf die Aufforderung aus Brüssel reagieren. Bleibt die EU-Kommission bei ihrer Einschätzung, kann sie einstweilige Maßnahmen verhängen und Meta zur Änderung der Geschäftsbedingungen zwingen. Andernfalls drohen Bußgelder.
Die Entscheidung fällt in eine Phase intensiver Investitionen in Künstliche Intelligenz bei großen Tech-Konzernen wie Apple , Microsoft und Alphabet . Für Marketer und Anbieter digitaler Services ist der Fall besonders relevant, da er zeigt, wie stark Regulierung den Zugang zu reichweitenstarken Plattformen und damit auch KI-basierte Marketing- und Serviceangebote beeinflussen kann.
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