Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
33 Gründe, um eine Pressemitteilung zu verschicken
19.03.2012 Jeder Mist wird veröffentlicht, nur Ihrer nicht? Dann sollten Sie vielleicht mal etwas Anderes als bisher verfassen. Geschichtenerzählen - das Erzeugen von Relevanz - wird in der aufsteigenden Ära der Semantik zum entscheidenden Kriterium im Kampf um die Aufmerksamkeit des Nutzers. 33 Gründe zur aktiven Kommunikation - für Journalisten, Blogger und auch die eigene Website oder EMail-Newsletter.
Denn natürlich ist das Gegenteil der Fall. Die technische Gilde der SEO-Optimierer ist längst unschlagbar darin, die Algorithmen von Google an der Nase herumzuführen. Was auch nicht besonders schwer ist, weil die Google-Leute sowieso Algorithmen-Fetischisten sind und diesen ganzen Kram mit Menschen ohnehin nicht so recht verstehen - was man am überschaubaren Google-Plus-Erfolg sieht.
Den Geschichtenerzählern der Internetwirtschaft wiederum - Journalisten und Blogger geht es in erster Linie um Relevanz. Aber um semantische Relevanz - nicht um das, was ein Suchalgorithmus für relevant hält. Doch jetzt ändert sich das. Google steht unmittelbar davor, eine tiefgreifende Änderung seiner Suche vorzunehmen: Die Suchmaschine will in den kommenden Monaten immer mehr auf Semantik setzen. Onpage-Optimierung und Linkbuilding sind dann immer weniger geeignet, eine Marke oder Seite auf das Nutzerradar zu bringen.
Die Zukunft heißt Social SEO, die Zukunft der SEO liegt in der Online-PR. Fakt ist: Google wird immer besser darin werden, wirklich relevante Seiten von denen zu unterscheiden, die lediglich Relevanz vortäuschen. Die letztlich einzige Lösung ist, tatsächlich relevant zu sein. Das bedeutet: Echte Links von Autoritätsseiten, breit gestreute Sichtbarkeit im Netz und relevante, an den Nutzern ausgerichtete Inhalte. Und all das bietet gute Online-PR.
Die Online-PR will mit möglichst großer Reichweite mehr oder minder subtil Botschaften an die Zielgruppen bringen, Themen setzen und Images prägen. Demgegenüber ist die Suchmaschinenoptimierung in ihrer wahrgenommenen Wirkungsebene oft sehr auf die quantitative Erzeugung von Traffic und Absatzförderung beschränkt. Die Wirkungsebene der Online-PR liegt hauptsächlich in der Bekanntheitssteigerung und Imagebildung.
Das bedeutet, dass das Geschichtenerzählen - das Erzeugen von Relevanz - in der aufsteigenden Ära der Semantik zum entscheidenden Kriterium wird im Kampf um die Aufmerksamkeit des Nutzers.
Unsere Checkliste hilft, Ideen zu finden, sich Geschichten auszudenken, die man kommunizieren kann:
Selbstverständlich sind Pressemitteilungen nur EIN Tool der Pressearbeit, genau wie Pressearbeit nur ein Tool der Public Relations ist. Und die Abdrucke von Pressemitteilungen sind dann auch nur EIN Effekt. SEO ist ein anderer. Und das Fähnchenschwingen in Richtung Redaktion "Ich kann dazu auch etwas sagen" ein weiterer.
Wenn es aber um das Nachrichtengeschäft geht, um die konkrete Berücksichtigung eines Vorgangs bei Reedaktionen, Bloggern und anderen Publizisten, dann kann man die Ideenliste in fünf Kategorien systematisieren:
✔ : Ist wenig spannend. Bestenfalls für Nischen und spezielle Rubriken.
✔ ✔ : Ist wenig spannend. Für Nischen und spezielle Rubriken sollte es aber aufbereitet werden.
✔ ✔ ✔ : Spannend für Spezialmedien und den einen oder anderen Ressort-Journalisten.
✔ ✔ ✔ ✔ : Innerhalb Ihrer Branche hervorragende Chancen zur Veröffentlichung. Auch General-Interest-Medien könnten zugreifen.
✔ ✔ ✔ ✔ ✔ : Ein Must-have für Medien jeder Zielgruppe, die mit Ihnen in Verbindung steht.
Den Inhalt dieses Beitrags gibt es auch als Webinar.
Am: 19.10.2012
Zu: 33 Gründe, um eine Pressemitteilung zu verschicken
Die Lösung: Premium-Mitglied werden! Zu teuer? Keineswegs. Nein, was diese Redaktion (vermutlich!) so auf die Beine stellt, sucht seinesgleichen. Ich bin tief beeindruckt. Respekt. Alle Achtung. Hier sind Voll-Profis am Werk. Und der läppische Beitrag von 290 € / Jahr exkl. Mwst dient lediglich dazu, sich dieses lästige, inkompetente, recourcenfressende Blogger-Gesindel, diese quängelnden Umsonstlümmel u. ä. vom Hals zu halten. (Habe ich das nicht gerade noch irgendwo gelesen?)
In Wirklichkeit ist der Grafsche Content mit Geld einfach nicht aufzuwiegen. Das spürt jeder, dem einmal eine iBusiness-Daily zuteil wurde. Diese Erkenntnis hilft mir dennoch nicht weiter: Ich kann es mir einfach nicht leisten und so weht zumindest ein Hauch von Insider-Wissen alltäglich über mich hinweg…
Doch nun zum eigentlichen Thema:
Hochbegeistert vom heutigen iBusiness-Substrat "18 Methoden, garantiert nicht in die Medien zu kommen" drängt es mich plötzlich - ganz entgegen meiner sonstigen Gepflogenheit - die soeben erkannten Wahrheiten mit meinen geschätzten Facebook-Freunden zu teilen. "Werde akiv, sei sozial", spricht es in mir.
Verantwortungsbewußt gebe ich meiner inneren Stimme freudig nach, springe über meinen Schatten. Der Like-Button blinkt kurz auf. Das war´s. Befriedigt lehne ich mich zurück. Jetzt bin auch ich ein Mutiplikator hochqualifizierten Internet-Wissens. Das aufsteigende Wohlgefühl, in mir schlummere womöglich selbst ein kleiner Graf, wird allerdings von meiner steten Kontrollsucht jäh unterbrochen. Und tatsächlich - der Grafsche Artikel ist in Nullzeit auf meiner Facebook-Seite gelandet. Jetzt noch der routinemäßge Klick auf das Artikelbild und - ich fasse es nicht. Das glaub ich nicht. Das kann doch nicht wahr sein. Wie kann er mir das antun.
Anstatt meine hochgeschätzten Facbook-Anhänger auf den bereits oben zitierten Artikel zu führen, werden sie vor die ebenfalls bereits erwähnten verschlossenen Contenttore gepaft. Ungeheuerlich.
Was sollen meine Facebook-Freunde jetzt von mir denken? Sie werden mich mit Missachtung strafen. Vom Multpliaktor hochgeistiger Ergüsse zur ungeprüften, ungefilterten Schleuder zweifelhaften Contents werden sie meine raren Beiträge künftig gänzlich ignorieren. Mit einem Schlag - besser Klick - habe ich mich endgültig sozial isoliert. Ende einer Illusion.
Herr Graf, ich muß deutlich werden: Das ist blöd - saublöd! Sie beleidigen meine immerhin in Spuren vorhandene Intelligenz und überstrapazieren das Wohlwollen meiner womöglich läppischen Facebook-Freunde (Apfel Z: einer läppischen Anzahl von nur 100 Facebook-Freunden…). Ich fühle mich benutzt. So geht es nicht.
Ich möchte Nachsicht walten lassen, Herr Graf, dennoch muß ich Sie in Regress nehmen: Ich erwarte Schadenersatz für die erlittene Intelligenzbeleidigung in Höhe von mindestens einer kostenfreien Premium-Jahres-Mitgliedschaft. Weiterhin erwarte ich, dass Sie, Herr Graf, künftig dem niederen, publizistisch interessierten Volk ein deutliches Content-Treppchen weit entgegenkommen - zumindest hinter dem Like-Button. Das ist doch nicht zuviel verlangt - oder?
Und falls Sie sich persönlich entschuldigen wollen - hier meine Telefonnummer: 015159234078
Mit zugewandten Grüßen
Edmund Mertens

