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Smartphones: 62 Prozent der Deutschen riskieren Sicherheitslücken

07.07.2011 Die Sicherheitsrisiken im Umgang mit dem Smartphone oder Tablet-Rechner sind der Mehrheit der Deutschen unbekannt. Zu diesen Ergebnissen kommt die repräsentative Verbraucher-Umfrage 'Mobile Geräte im Alltag'. Gut jeder Fünfte ist der Meinung, es gebe keinerlei Sicherheitsmaßnahmen, die im Umgang mit den mobilen Geräten berücksichtigt werden müssten. Zentrales Problem sind allerdings die Apps - vor allem für Unternehmen und ihre Mitarbeiter.

Nur 38 Prozent halten eine Datenverschlüsselung während der Nutzung für notwendig. Zudem sind 40 Prozent der Befragten davon überzeugt, auch bei der geschäftlichen Nutzung eines Smartphones oder Tablets ausschließlich alleine für die Sicherheit verantwortlich zu sein. Eine Einbindung in die IT-Sicherheitsstrategie des Unternehmens lehnen sie ausdrücklich ab.

Gefährlich, schließlich nutzen sechs von zehn Anwendern ihre mobilen Geräte für klassische Computeraktivitäten, wie Surfen oder Mails abrufen, ohne die an sich bekannten Sicherheitsmaßnahmen zu berücksichtigen. Selbst sensible Vorgänge, zu denen beispielsweise Finanztransaktionen zählen, erledigt jeweils rund ein Drittel der Nutzer mobil. Im beruflichen Umfeld werden durch den ungesicherten Austausch Kundendaten gefährdet.

IT-Abteilungen deutscher Unternehmen hinken dieser Sicherheitslücke hinterher. Denn in den Management-Guidelines, die für Computer und andere technische Geräte vorgesehen sind, fehlt häufig die Erfassung mobiler Geräte. Dabei wissen die wenigsten Anwender, dass sich Smartphones beispielsweise zum illegalen Abhören von Räumen missbrauchen lassen oder der Aufenthaltsort dank GPS verfolgbar ist. Speziell Führungskräfte setzen sich durch Unachtsamkeit rechtlichen Risiken aus. So stellt schon das Speichern von Mitarbeiterdaten im EMail-Ordner eines ungeschützten Geräts einen Verstoß gegen das Bundesdatenschutzgesetz dar. Für Unternehmen empfiehlt es sich daher dringend, die im Umlauf befindlichen mobilen Geräte der Mitarbeiter in das IT-Sicherheitskonzept zu integrieren.

Wie die Umfrage zeigt, ist bei den Mitarbeitern erhebliche Überzeugungsarbeit zu leisten. Denn nur jeder vierte Mitarbeiter wäre derzeit bereit, die Zugriffssteuerung auf Bluetooth und andere Übertragungsfunktionen der IT-Abteilung zu überlassen. Restriktionen bei der Installation von Apps, einem der größten Gefahrenherde mobiler Kommunikation, nehmen nur 20 Prozent der Anwender in Kauf.

Steria Mummert Consulting   und Marktforscher Toluna   befragten für die Studie 1.000 Bundesbürger.
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