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Checkliste: Sieben Schritte, ein ECM-Projekt erfolgreich zu machen

14.10.2010 Unternehmen erwarten beim Einsatz von Enterprise-Contentmanagementsystemen insbesondere spürbare wirtschaftliche Effekte und eine wirksame Prozessunterstützung, so eine Studie von D.velop  . Sieben Schritte bei der Realisierung von ECM-Projekten sind nötig, diese Vorteile auch tatsächlich zu erreichen.

1. Kein ECM-Projekt ohne klares strategisches Ziel:

Es bedarf einer klaren und pragmatisch angelegten Nutzenanalyse, die konkrete Anforderungen an den Mehrwert für das Business definiert. Auch mögliche Risiken und Gestaltungshürden sind dabei objektiv zu berücksichtigen. Zudem bedarf es für die strategische Zielprojektion einer präzisen Gesamtkostenberechnung unter Einbezug der gesamten Projektierungs-, Produkt- und Schulungskosten sowie einer Berücksichtigung der anschließenden Aufwendungen für den Betrieb der ECM-Lösung.

2. Projekte nicht in minimalistische Fachkonzepte zwängen:

Wer zu Beginn nicht die tatsächlichen fachlichen Anforderungen ausreichend differenziert beschreibt und dabei insbesondere auch die Anwender mit ihren spezifischen Anforderungen vernachlässigt, begibt sich bei dem ECM-Vorhaben in einen unklaren Realisierungsprozess. Denn je allgemeiner und unpräziser die Absichten, desto schwerer wird es, punktgenau das Ziel zu erreichen. Dementsprechend muss eine große Sorgfalt bei der Fachkonzeption entwickelt werden, da sie auch den Rahmen für die Aufwands- sowie Ressourcenplanung beschreibt.

3. Anforderungsbasierte Marktevaluierung:

Auch bei der Auswahl der ECM-Lösung hat das Fachkonzept ebenfalls eine eminente Bedeutung, weil sich daraus das Funktionsprofil und weitere Lösungsaspekte wie etwa die Einfachheit der Lösung in ihrer Benutzung und Projektierung ableiten lassen. Fehlt es hier an der nötigen Genauigkeit, lassen sich Produkte bzw. Anbieter nur schwer vergleichen. Allerdings kommt es nicht nur auf die Software selbst an, sondern mitunter kann es sogar wichtiger sein, den Hersteller in seiner Innovationsfähigkeit, Flexibilität und partnerschaftlichen Kultur stärker zu gewichten.

4. Intelligentes Projektmanagement sicherstellen:

ECM-Vorhaben sind ohne eine methodisch intelligente Projektorganisation nicht oder nur mit hohem Erfolgsrisiko zu bewältigen. Dazu gehört insbesondere, dass genaue Vorgaben definiert und konsequente Controlling-Prozesse implementiert werden. Ebenso müssen die erforderlichen Skills und Projektressourcen bereit gestellt werden, ggf. sind erforderliche Schulungen zu planen und durchzuführen.

5. Durch ein Projektmarketing die Benutzer mitnehmen:

Die Einführung von Lösungen zur Digitalisierung der Unternehmensinformationen hat unmittelbare Konsequenzen für die Mitarbeiter im Unternehmen. Den Benutzern die neue Technologie transparent zu machen und sie dafür zu gewinnen, ist Aufgabe des Projektmarketings, weil sonst Akzeptanzprobleme mit vielfältigen negativen Effekten entstehen können.

6. Zeit und Ressourcen für das Testing einplanen:

Nur unter möglichst realen Nutzungsverhältnissen lässt sich ermitteln, in welcher Weise die fachlichen Anforderungen auch tatsächlich präzise umgesetzt wurden und ob das System von den Benutzern beherrscht werden kann. Deshalb bedarf es eines sauberen Testkonzepts und einer bedarfsgerechten Testkoordination. Ebenso muss ausreichend Zeit für die Prüfverfahren unter Praxisbedingungen zur Verfügung stehen, damit nicht nur technisch sondern auch prozessual getestet werden kann.

7. Die Zeit nach dem Projekt vordenken:

Mit dem Rollout ist das ECM-Vorhaben längst nicht abgeschlossen, vielmehr beginnt dann im Regelfall eine Phase für notwendige Optimierungsprozesse unter realen Praxisbedingungen. Ebenso sind Auswertungen zur Ermittlung unternehmensindividueller Best Practice für spätere Optimierungs- und Erweiterungsprojekte erforderlich. Hierfür müssen allerdings von vornherein sowohl Ressourcen als auch Budgets eingeplant werden.
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