Jetzt zum Webinar anmelden
November 2026 · Unser Geburtstagsgeschenk
35 Jahre iBusiness.
Im November alles frei lesen.
Zum Jubiläum öffnen wir alle iBusiness-Inhalte: vom 1. bis 30. November, für alle, ohne Anmeldung und ohne Bezahlschranke.
Alle Inhalte im November kostenlosRegistrieren Sie sich kostenlos und abonnieren Sie anschließend den iBusiness-Newsletter. So bleiben Sie bei den Themen auf dem Laufenden, die für Sie zählen.
Die neuen Gatekeeper in Sachen Politik
03.08.2009 Was haben Spiegel Online, Google und T-Online gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Und doch zunehmend mehr.
Dass Spiegel Online für jeden fünften politisch Interessierten die erste Anlaufstelle im Web ist, überrascht nicht. Eher die Plätze 2 und 3: Google und T-Online. Eine Suchmaschine und ein GI-Portal? Aber das wäre zu eindimensional betrachtet. Google ist inzwischen vielmehr als eine Suchmaschine. Bei Google kann man - zumindest in verschiedenen Nutzergruppen - eher von Gatekeeping sprechen als bei Fernsehsendern und Tageszeitungen. Und für T-Online spricht seine Reichweite. Und die ist in bestimmten Nutzerschichten ausschlaggebendes Kriterium.
So können sich Politiker und Medienmacher auf die jahrzehnte lang gebetsmühlenartige wiederholte Parole von der Zeitung als führender Meinungsbildner nicht mehr ausruhen. Für eine bestimmte Sorte der Wählerschaft gilt dies sicher noch. Aber diese Wähler sind in der Regel stärker interessiert, besser gebildet und medienkompetent.
Politikverdrossene und Nutzer mit geringerer Medienkompetenz gilt es aber da abzuholen, wo sie sind. Und wenn sie erstmal die Google-Suche anwerfen, um etwas über die Pläne der Spitzenkandidaten, zu Arbeitsmarkt und Familienpolitik zu lesen, heißt dies auch: Hoffentlich haben die Sites ihre SEM-Hausaufgaben gemacht.
