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Widget-WWW: Myspace will in Deutschland bestimmend werden
10.07.2007 MySpace will den deutschen Markt aufrollen und in zwei Jahren T-Online von der Spitze verdrängen. Die ersten Anzeigenverkäufer werden schon gesucht. Und die E-Mail will man bei der Gelegenheit auch noch gleich mit abschaffen.
MySpace wachse, weil reine E-Mail-Dienste im Web 2.0 keine Chance mehr hätten, meint Katz optimistisch: "Wir werden reine EMail-Dienste tendenziell ersetzen." Junge Nutzer würden keine keine E-Mails mehr verschicken, "denn Communities bieten viel bessere, interaktivere Möglichkeiten der Kommunikation. Das E-Mail-Geschäft wird von den sozialen Netzwerken kannibalisiert."
Auch Myspace will dem Facebook-Vorbild folgen und Web-2.0-Betriebssystem werden: "Wir erlauben Unternehmen, soziale Gemeinschaften um ihre Marken zu bilden, so dass die Nutzer die Marken bekannt machen und mit ihnen verbunden sind", argumentiert Katz.
In den USA würden bereits 80 Prozent der Fortune-500-Unternehmen auf MySpace werben. Aus diesem Grunde beginne Myspace jetzt mit dem Aufbau eines deutschen Teams, das Werbung auf MySpace verkaufen soll, mit einem Tausender-Kontaktpreis zwischen 5 und 25 Euro.
Unterdessen scheint Facebook seinen Börsengang vorzubereiten. In einer Stellenanzeige sucht das Studentenportal "an experienced Stock Administration Manager to join the Finance team" für die"international public company" (in den USA werden börsennotierte Unternehmen "public" genannt - im Unterschied zu "privately owned").
Das Facebook-Biotop scheint Kreise zu ziehen. US-Berichten zufolge hat der kalifornische VC Bay Partners mehrere Millionen für ein Seed-Capital-Programm namens AppFactory aufgelegt. Bisher hat Facebooks 1.600 Widgets von Drittanbietern im Programm, 40.000 Entwickler haben sich registriert.
Die deutsche Myspace-Domain besitzt Myspace übrigens nicht. Ein Fehler, den im übrigen auch andere US-Portale machen, wie eine Analyse von iBusiness Executive Summary ergeben hat, die in der kommenden Ausgabe veröffentlicht wird.
