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Fachkräftemangel: Einsamkeit in der Interaktiv-Branche

23.08.2010 - 220.000 Arbeitskräfte fehlen deutschen Unternehmen jährlich, so eine Analyse    von IMC AG   und Bitkom  . Jede zehnte davon fehlt bei IT- und Internet-Unternehmen. Und es wird durch den demographischen Wandel von Jahr zu Jahr schlimmer. Kann die Interaktiv-Branche das Problem überhaupt lösen?
von sb
Die Interaktiv-Branche wächst seit Anfang der 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts jährlich mit zweistelligen Raten. Kein Wunder: Allein der Siegeszug des Internets sorgt für eine wachsende Zahl von Arbeitsplätzen - sowohl in den Fachabteilungen der Unternehmen als auch bei den Dienstleistern und Agenturen. Parallel zu dem Personalwachstum steigert sich auch das Crescendo des Jammerns: Es gäbe einfach keine qualifizierten Mitarbeiter. Das Problem Fachkräftemangel bekommt die Branche trotz gefühlter fünf Dutzend Ausbildungsinitiativen einfach nicht in den Griff. Denn es ist schließlich teilw

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Zu: Fachkräftemangel: Einsamkeit in der Interaktiv-Branche

Ich denke, eine wichtige Ursache für den Fachkräftemangel wurde zumindest in einem Nebensatz angesprochen: die vergleichsweise geringe Bezahlung in der Kreativbranche. Letztlich ist der Arbeitsmarkt nun einmal ein, tja, ein Markt. Ein Mangel an Arbeitskräften gibt es da sicherlich nicht, aber ein Mangel an Arbeitskräften, die bereit sind zu den Konditionen der Kreativbranche (unterdurchschnittliches Gehalt, überdurchschnittlich viele Überstunden, geringe Aufstiegschancen, wenig Sicherheit) zu arbeiten. Wenn sich Überstunden nicht vermeiden lassen und kleine Betriebe nun einmal wenig Aufstiegschancen und Sicherheit bieten können, dann muss beim Gehalt ein entsprechender Aufschlag "drin sein".
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