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Websale - unkomplizierter Schnelleinsteiger

09.03.2016 Auch im B2B-Handel reicht für viele Geschäftsmodelle ein einfacher Onlineshop aus: Etwa, wenn Handwerker und kleine Gewerbetreibende erreicht werden sollen und/oder sich der Händler als Spezialanbieter versteht. Wer solches plant, sollte einen Blick auf Websale werfen.

Websale setzt zunächst sehr niedrige Einstiegshürden, allerdings steigt der Aufwand auch sofort steil an, sodass sich der Vorteil bereits im erweiterten Funktionsset verliert. Konkurrenzfähig bleibt Websale im Mittelfeld aber trotzdem. Das ändert sich erst, wenn gegen Ende der Skala komplexe Anforderungen gestellt werden. Hier wird Websale schnell unwirtschaftlich.
Websale setzt zunächst sehr niedrige Einstiegshürden, allerdings steigt der Aufwand auch sofort steil an, sodass sich der Vorteil bereits im erweiterten Funktionsset verliert. Konkurrenzfähig bleibt Websale im Mittelfeld aber trotzdem. Das ändert sich erst, wenn gegen Ende der Skala komplexe Anforderungen gestellt werden. Hier wird Websale schnell unwirtschaftlich. (Grafik: HighText Verlag)
Die in Deutschland entwickelte Shop-Software Websale muss sich wohl nur selten einem Vergleich mit Shopsystemen vom Schlage eines Oxid E-Sales oder Magento stellen - denn eigentlich spielen die Nürnberger eine Etage tiefer. Dass dies kein Schaden sein muss, zeigt dieser Vergleich. Denn bis in das Mittelfeld hinein kann Websale gut mithalten. Dies liegt weniger an der einfachen Integrierbarkeit des eher geschlossenen SaaS-Systems, als an der einfachen Nutzung der Out-of-the-Box-Funktionen und der zentralen Wartung und Pflege im Websale-Rechenzentrum.

Wer allerdings ein skalierbares System sucht, sollte einen Blick auf das Ende des Charts werfen: Websale wird - wie alle geschlossenen Systeme - schnell unwirtschaftlich, wenn Erweiterungen anstehen.

Bewertung des Shopsystems im Detail

Basis-System. Der ressourcenschonende Ansatz von Websale zeigt sich vor allem an den niedrigen Einstiegskosten. Mit einem Budget ab 50.000 Euro lässt sich nach Angaben der Bayern bereits ein funktionsfähiger Onlineshop inklusive Implementation und Gestaltung realisieren. In diesem Vergleich markiert dies einen Bestwert. Zu diesem Ansatz passt auch, dass die Software im SaaS-Modell zentral gewartet wird und die wichtigsten Funktionen bereits vorzertifiziert sind. Schneller kann man kaum in den B2B-Onlinehandel einsteigen - wenn das Geschäftsmodell einen einfachen Shop zulässt.

Websale im Vergleich zu den Mitbewerbern Intellishop, Magento und Oxid E-Sales.
Websale im Vergleich zu den Mitbewerbern Intellishop, Magento und Oxid E-Sales. (Grafik: HighText Verlag)
State-of-the-Art-Shop. Solange die Geschäftsvorfälle nicht allzu kompliziert werden, kann Websale seinen Vorsprung sogar noch ausbauen: Kein anderer Onlineshop lässt sich im Vergleich mit so geringem Aufwand in einen State-of-the-Art-Onlineshop verwandeln. Man kann dem System keinesfalls vorwerfen, mit einem niedrigen Einstiegspreis zu blenden.

Erweiterte ECommerce-, Marketing- und B2B-Funktion. Die solide Leistung setzt sich fort, wenn es um die heiß umkämpften erweiterten Funktionen im Mittelfeld des Charts geht. Alle Anforderungen aus den Funktionsbereichen Front-End, E-Commerce und Marketing lassen sich mit Websale mit geringem Aufwand umsetzen. Lediglich Recommendation Engine, CRM-System oder elektronische Rechnungsstellung sorgen für einen erhöhten Aufwand.

Umfangreiche / Komplexe B2B-Funktionen. Nach oben hin zeigt sich das Websale allerdings arg begrenzt. Um komplexe Geschäftsvorfälle und EProcurement-Lösungen umzusetzen, ist das System schlicht nicht geeignet. Der Aufwand steigt enorm. Websale bleibt dabei jedoch klar positioniert: Anders als mancher Mitbewerber versucht die Software gar nicht erst, mit einzelnen High-Class-Lösungen in die Oberliga vorzustoßen.

Eine genaue Übersicht über den Implementationsaufwand der einzelnen Funktionen finden Sie in der Detailansicht Websale-Implementationsaufwand.


B2B-Besonderheiten

  • Kundenkonten können als Prepaid-Konto oder mit Kreditlimit geführt werden.
  • Mehrere Logins können mit gleicher EMail-Adresse, aber unterschiedlichen Passwörtern für verschiedene Einkäufer einer Einkaufsabteilung geführt werden.
  • Verwaltung von multiplen Kundendaten: zum Beispiel sind für einen Käufer bis zu 1.000 Lieferadressen anlegbar, mehrere Kreditkarten und Bankkonten.
  • Den Käufern können automatisiert Zahlungsarten, Rabatte und individuelle Angebote (einsehbar im Kundenkonto) zugewiesen werden.
  • SuperUser-Funktion - Mitarbeitern des Händlers können "SuperUser-Rechte" zugewiesen werden, zum Beispiel um Lagerbestände, Bonuspunkte und andere Zusatzinfos sehen zu können und/oder um für Kunden Aufträge zu generieren.
  • BestPrice-Order ermöglicht die Bildung von virtuellen Einkaufsgemeinschaften. Kunden können so attraktive Mengenrabatte und Händler gute Einkaufspreise erhalten.

Referenzen


Lizenzen und Kosten:

Einmalige technische Bereitstellung: ab 2.500 Euro; Monatlich Software inklusive Betrieb und Support: ab ca. 500 Euro; Agenturleistung für das individuelle Design der Shop-Plattform: nach Aufwand.
Thema:

Systemvergleich (I): Das sind die besten B2B-Shopsysteme bis 100.000 Euro

Der B2B-Markt boomt, immer mehr Unternehmen wollen in das lukrative Segment einsteigen. Doch welche Shopsysteme sind dafür überhaupt geeignet? iBusiness hat vier Shopsysteme in der Budget-Klasse bis 100.000 Euro unter die Lupe genommen.

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Wer Geschäftskunden, Industrie und Handwerk als Käufer adressiert, muss ganz besondere Anforderungen an das Shopsystem stellen. iBusiness hat untersucht, welche Systeme für wen taugen. (Bild: Barn Images/Stocksnap.io)
Bild: Barn Images/Stocksnap.io
Wer Geschäftskunden, Industrie und Handwerk als Käufer adressiert, muss ganz besondere Anforderungen an das Shopsystem stellen. iBusiness hat untersucht, welche Systeme für wen taugen.
1. Teil: Intellishop - Schnell, einfach und solide 2. Teil: Magento - Shopsystem der oberen Mittelklasse 3. Teil: Oxid E-Sales - Beste Leistung im Segment 4. Teil: Websale - unkomplizierter Schnelleinsteiger

Kommentar von Dominik Grollmann

Die falsche Wahl kann teuer werden

Bei der Wahl des Shopsystems kommt es nicht darauf an, die günstigsten Gestehungskosten zu wählen. Schließlich geht es um eine langfristige Geschäftsbeziehung, die einige Jahre halten soll. Die Skalierungsfähigkeit des Shops und die Dienstleisterlandschaft sollte daher zum eigenen Unternehmen passen.

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Dominik Grollmann, Analyst iBusiness (Dominik Grollmann)
Bild: Dominik Grollmann
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