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E-Health: Gesundheitskarte vor dem Aus

07.08.2017 Elf Jahre und 1,7 Milliarden nach der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sehen Ärzteverbände und Krankenkassen das Projekt der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland als gescheitert an.

Die Gesundheitskarte sieht krank aus (Bild: Gematik)
Bild: Gematik
Die Gesundheitskarte sieht krank aus
Der Vorstandschef der AOK Bayern  , Helmut Platzer , sagte, es sei "unsicherer denn je, wann die Gesundheitskarte die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt". Hochrangige Mitarbeiter von Ärzteverbänden und gesetzlichen Krankenkassen berichten, es gebe in der Bundesregierung Pläne, die Digitalkarte nach der Bundestagswahl für gescheitert zu erklären. Das melden mehrere Medien übereinstimmend.

Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) ist eine erweiterbare Versichertenkarte. Sie ist ausgeführt als Chipkarte im Scheckkartenformat mit Lichtbild und ersetzte die am 1. Januar 1995 in Deutschland eingeführte Krankenversichertenkarte. Nach den Berechnungen der Innungskrankenkassen   hat die Einführung der Karte bis heute knapp 1,7 Milliarden Euro gekostet. Auf dem neuesten Stand ist die Karte dennoch nicht: "Wenn man mit Fachleuten redet, hört man, das sei eine Technik, die eigentlich schon überholt ist", sagt beispielsweise Wolfgang Krombholz , Chef der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns  . Während manche Krankenkassen an Alternativen arbeiten, beschweren sich die Ärzte, dass sie ab Juli 2018 Lesegeräte in ihrer Praxis installieren müssen - diese aber nicht lieferbar sind. Datenschützer machen gegen das Projekt mobil.

Die verantwortliche Telematikgesellschaft Gematik   spricht davon, dass zugelassene Produkte "ab Herbst 2017 auf dem markt verfügbar" sein werden.
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