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Mittelstands CEOs pfeifen auf LinkedIn - für Xing spitzen sie nicht mal die Lippen
25.03.2024 Nur jedes vierte mittelständische Unternehmen ist auf LinkedIn aktiv, Xing ist völlig abgeschlagen.
Deutschlands Mittelstand hat gravierende Defizite in der eigenen Kommunikation, besonders im Business-Bereich des Social Web. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt eine repräsentative Studie der Kommunikationsagentur In A Nutshell (IAN) in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und dem Unternehmerportal Die Deutsche Wirtschaft .
Sie zeigt: Auf der weltweit größten Business-Plattform LinkedIn (rund 1 Milliarde NutzerInnen weltweit, 22 Millionen in der DACH-Region) ist nur rund jedes vierte mittelständische Unternehmen mit einem eigenen Account aktiv. Ein weiteres Viertel hat lediglich einen inaktiven Account. Rund die Hälfte aller Mittelständler ist gar nicht auf LinkedIn vertreten. Bei Firmen mit einem Umsatz von bis zu 50 Millionen Euro liegt die Präsenz sogar nur bei 21 Prozent. Zum Vergleich: Bei den DAX-40-Unternehmen sind es glatte 100 Prozent.
Weibliche CEOs sind kommunikativer als männliche
Noch eklatanter fällt der Unterschied bei der CEO-Kommunikation aus: Gerade mal zwölf Prozent aller CEOs im Mittelstand sind auf LinkedIn aktiv - mit mindestens drei Beiträgen in den vergangenen zwölf Monaten. Über 50 Prozent aller Führungskräfte an der Spitze haben gar keinen Account, ein gutes Drittel (36 Prozent) einen inaktiven. Auch hier zum Vergleich: Von den 40 DAX-CEOs kommunizieren 80 Prozent aktiv auf LinkedIn.
Aber: Es gibt geschlechtsspezifische Unterschiede: 19 Prozent aller weiblichen CEOs im Mittelstand kommunizieren über die Plattform, bei den Männern sind es hingegen nur 11 Prozent. Insgesamt sind die Interaktionsraten bei den CEOs mit rund sechs Prozent etwa doppelt so hoch wie bei den Corporate Accounts.
Im direkten Vergleich liegt LinkedIn deutlich vorn. Nur noch jeder zehnte Mittelständler setzt auf Xing , bei den KMUs, also kleinen und mittelgroßen Firmen mit maximal 50 Millionen Euro Umsatz, sind es sogar nur sechs Prozent.
Die Studienergebnisse legen dabei offen, wie sehr die Mittelstandskommunikation auf LinkedIn divergiert, je nach Branche, Standort und Größe:
- Während jeder dritte Mittelständler aus den Branchen Druck und Medien, Elektronik und Metall bei LinkedIn aktiv ist, ist es bei Consumer Goods- und FMCG-Firmen nur jeder neunte.
- Unternehmen aus Süd- und Westdeutschland sind deutlich häufiger auf LinkedIn vertreten als ost- und norddeutsche Vertreter. Die Spannbreite liegt zwischen 29 Prozent (NRW) und 15 Prozent (Sachsen-Anhalt).
- Von den Firmen mit weniger als zehn MitarbeiterInnen ist keine einzige auf LinkedIn aktiv. Erst ab einer Größe von etwa 250 Mitarbeitenden steigt die Zahl an aktiven LinkedIn-Profilen.
