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E-Commerce rettet Versandhandel vor dem Desaster
01.02.2005 (iBusiness) Der deutsche Versandhandelsumsatz ist im Jahr 2004 zwar insgesamt zurückgegangen, die Spezialversender und die TV-Versender konnten jedoch weiter zulegen. Den Hals rettete vielen Versandhändlern allerdings der Bereich E-Commerce.
Weiterhin steigende Umsätze konnten im Jahr 2004 auch die Spezialversender verbuchen. Entgegen dem allgemein rückläufigen Einzelhandelstrend legten die Fachhändler unter den Versandhandelsunternehmen erneut zu. Ihr Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 1,8 Prozent. Damit haben die Nischenversender es geschafft, sich als gleichgewichtige Säule neben den dicken Katalogen der Universalversender zu etablieren. 50 Prozent des Umsatzes der Gesamtbranche entfällt inzwischen auf die Spezialisten.
Sehr erfolgreich verlief das Jahr 2004 für die TV-Versender. Sie konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr erneut deutlich ausweiten, von knapp 800 auf jetzt 980 Millionen Euro. "Die Milliardengrenze wird in diesem Jahr definitiv fallen", ist Schäfer sicher. Die exklusiv entwickelten Produktangebote und die enormen Reichweiten, die über das Fernsehen erzielt werden können, machen einen Teil des Erfolges aus. Auch beim Teleshopping setzen die Anbieter inzwischen auf den Vertriebsweg Internet und damit das Multi-Channelling. Sie präsentieren all ihre Produkte zusätzlich im Netz.
Trotz dieser positiven Entwicklungen ging der Gesamtumsatz der Versandhandelsbranche im vergangenen Jahr zurück. Höhere Ausgaben vor allem durch Praxisgebühr, gestiegene Medikamentenzuzahlung, Benzin- und Heizkosten kompensierten die Verbraucher durch Konsumzurückhaltung. Davon besonders getroffen wurden die Universalversender, die eine breite Käuferschicht bedienen. Sie verbuchten ein Umsatzminus von 8,8 Prozent. Das bessere Abschneiden der Spezialversender konnte nicht verhindern, dass der Umsatz der Versandbranche damit in Summe um 3,4 Prozent von 21 auf 20,3 Milliarden Euro zurückging.
