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Deutschland ist in Europa bei Internet und E-Commerce spitze

22.06.2005 (iBusiness) Deutschland liegt bei der PC-Dichte in Europa auf Platz eins. Auch bei Internet-Nutzung, unternehmenseigenen Websites, ECommerce-Einsatz und der Web-Durchdringungsrate in der Bevölkerung ist Deutschland ganz weit vorne.

Die Ergebnisse zeigen, dass Deutschland im europäischen Vergleich Spitzenplatzierungen belegt. Die deutschen Unternehmen sind beim Einsatz von PCs mit 98 Prozent Spitzenreiter. Wenn es um die Internet-Nutzung geht, rangieren sie mit 96 Prozent ebenso an zweiter Stelle, wie bei der Anzahl von unternehmenseigenen Websites (82 Prozent) und bei Einsatz von E-Commerce (59 Prozent). Die führenden Länder sind, wie bereits im Jahr zuvor, Südkorea und Irland mit Durchdringungsraten von 100 beziehungsweise 99 Prozent bei der Internetnutzung. Bei der Zahl der Websites liegt lediglich Großbritannien mit 86 Prozent vor Deutschland. Beim E-Commerce wurden deutsche Unternehmen lediglich von Schweden überrundet.

Mit 55 Prozent und einer Zunahme von 2,3 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr liegt auch die Durchdringungsrate des Internets in der Bevölkerung in Deutschland über dem europäischen EU-15 Durchschnitt von 43 Prozent. Um zu den führenden Internet-Nationen mit Penetrationsraten von über 75 Prozent zu gehören, bedarf es allerdings weiterer Anstrengungen. 83 Prozent der befragten IT-Experten sehen Qualifizierungsbedarf auf der informationswirtschaftlichen Leitungsebene insbesondere bei einer zügigen Verbesserung der Medienkompetenz im Allgemeinen, aber vor allem in der Altersgruppe der über 60-Jährigen. Auch die Senkung der Zugangskosten für das Internet sei ein wichtiger Schritt zur weiteren Erhöhung der Penetrationsrate.

Auf dem seit Jahren rückläufigen Arbeitsmarkt erwarten knapp ein Drittel der 208 befragten Experten in der Informationswirtschaft dieses Jahr eine Trendwende: 31 Prozent rechnen im laufenden Jahr mit einem Beschäftigungszuwachs. 47 Prozent meinen, die Zahl der Beschäftigten bliebe in etwa gleich. Nur 22 Prozent glauben eher an einen Rückgang der Beschäftigungszahlen.

Insgesamt werde sich die deutsche Informationswirtschaft 2005 positiv entwickeln, meinen die Experten. Im Rahmen einrichtungsbezogener Aussagen standen 106 zuversichtlich gestimmte Experten (54 Prozent) 23 Experten gegenüber, die einen Abschwung erwarteten (12 Prozent). In den branchenbezogenen Bewertungen standen den 81 Experten (43 Prozent), die eine positive Entwicklung prognostizierten, lediglich 23 Experten gegenüber, die einen Abschwung vorhersagten.

Zu den aussichtsreichsten Geschäftsfeldern für das laufende Jahr zählen sie die IT-Sicherheit unternehmensintern und im Internet, deren Geschäftschancen sie auf einer Schulnotenskala mit 1,76 bis 1,78 beurteilten. Danach folgen VoIP und Medienkonvergenz mit 2,19 beziehungsweise 2,11. Erst auf dem neunten und zehnten Platz konnten sich die Geschäftsbereiche E-Health und E-Commerce im B2B-Bereich positionieren: nach E-Government (2,38), E-Business (2,41), Mobilkommunikation (2,42) und Informationsdienste (2,49).

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg der weiterhin positiven Entwicklung der deutschen Informationswirtschaft wird die Geschwindigkeit sein, mit der sich breitbandige Internet-Anschlüsse in privaten Haushalten und Unternehmen durchsetzen werden, so die Analysten von TNS Infratest. Die bisherige Entwicklung sei dabei viel versprechend: Sowohl die Zahl der Anschlüsse hat 2004 (plus 50 Prozent) zugelegt als auch die Haushaltspenetration (plus 47 Prozent).

Dies geht aus dem Fakten- und Trendbericht hervor, der von TNS Infratest   im Rahmen der globalen Benchmark-Studie 'Monitoring Informationswirtschaft' für das BMWA erstellt wurde. TNS Infratest befragte dazu Experten der Informationswirtschaft online. Vertiefende Analysen zu wichtigen Problemen wurden zusätzlich über Experten-Workshops thematisiert. Außerdem wurden 10.000 Personen ab 14 Jahren in Deutschland zur Internetnutzung befragt.

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