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Intershop will ECommerce-Beratern mehr Konkurrenz machen

von UKL

22.07.2005 (iBusiness) Die Intershop Communications AG setzt künftig verstärkt auf Consulting-Dienstleistungen. Dazu sucht das Unternehmen zur Zeit bis zu 30 neue Mitarbeiter.

Das Jenaer Unternehmen, das erst vor wenigen Wochen mit der Gründung einer Frankfurter Filiale in seine Vertriebsinfrastruktur investiert hat, sucht bis Jahresende deutschlandweit 30 neue Mitarbeiter. Diese sollen neben Vertriebsaufgaben auch für das Consulting eingesetzt werden, wie Intershop-CEO gegnüber dem Börsendienst Betafaktor erklärte.

In der Jenaer Zentrale spielt man den Ball allerdings flach: "Sobald wir unsere Software verkaufen, muss sie implementiert werden. Dies wurde schon immer entweder inhouse oder zusammen mit Partnern gemacht. An der Zusammenarbeit mit unseren Partnern ändert sich überhaupt nichts", so Intershop-Sprecherin Dana Schmidt auf Nachfrage von iBusiness.

Das Unternehmen sei im Consulting-Bereich "komplett ausgelastet". Deshalb benötige Intershop hier neue Mitarbeiter.

Das Börsenblatt Betafaktor jubelt über diese Strategie des börsennotierten Softwarehauses: "Das spannende daran ist, dass bei Consulting die Einarbeitungszeit für neue Mitarbeiter nicht so lang sind und dadurch viel schneller Umsätze generiert werden, als bei neuen Vertriebsmitarbeitern."

Die Intershop AG   , die erst im Juli eine neue Niederlassung im hessischen Bensheim bei Frankfurt eröffnet hat, musste im vierten Quartal 2004 einen Nettowverlust in Höhe von 4,8 Millionen Euro (- 1,4 Millionen Euro im dritten Quartal 2004) verzeichnen (iBusiness berichtete).

Thema: Intershop will ECommerce-Beratern mehr Konkurrenz machen

Kommentar von UKL

Beim Geld hört die Freundschaft auf

Ist ein Unternehmen jung und aufstrebend, ist man gegenüber Partnern meist sehr offen. Zumindest bis eine gewisse Marktmacht erreicht ist. Spätestens dann hört beim Geld die Freundschaft meist auf. Grund zur Besorgnis könnte die neue Strategie von Intershop geben, sich verstärkt auf das Consulting-Geschäft zu konzentrieren. Zukünftige oder bereits tätige Partner in diesem Feld dürften sich spätestens jetzt die Frage stellen, wie fruchtbar sich eine Partnerschaft mit dem Softwarehaus in Zukunft noch gestaltet.

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