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Studie: Markenartikler haben Internet-Nachholbedarf
10.11.2005 (iBusiness) Laut einer aktuellen Studie mausert sich das Internet zum entscheidenden Medium, um Markenbindungen aufzubauen. Darauf vorbereit sind allerdings nur die wenigsten Markenartikler.
| Welchen Marketing-Maßnahmen in fünf Jahren am wichtigsten sind | |
|---|---|
| Maßnahme | Anzahl der befragten Entscheider |
| POS | 73 Prozent |
| Online-Kommunikation | 64 Prozent |
| Klassische Werbung | 56 Prozent |
| Pressearbeit | 56 Prozent |
| Direktmarketing | 45 Prozent |
| Sponsoring | 25 Prozent |
Quelle: A&B Face2net
Laut dem stellvertretenden Geschäftsführer Malte Hasse von A&B Face2net gingen die Marketing-Verantwortlichen bisher davon aus, dass sich nur erklärungsbedürftige Produkte im Internet entsprechend branden lassen. Die Ergebnisse aber zeigen, dass Verbraucher durchaus ein hohes Interesse an 'Fast Moving Consumer Goods' im Netz haben. "Marken-Websites haben online ein enormes Potenzial, wenn sie auf die Alltagsfragen der Verbraucher antworten liefern können", erklärt Hasse.
Viele Konsumgütermarken vermitteln laut der Studie eine äußerst hohe Beratungskompetenz. "Persil beispielsweise", erzählt Hasse, "ist eine Instanz rund um das Thema Waschmittel". Das Ziel der Hersteller muss daher sein, auf ihren Web-Auftritten mit dieser Kompetenz zu glänzen. Wenn Verbraucher etwa Fragen zum Thema 'Buntwäsche' haben, sollen sie auf der Persil-Site die entsprechenden Antworten finden. Dadurch machen die Hersteller ihre Marke anschaulich erlebbar und die Beschäftigung bleibt nicht nur rein werblich.
Zudem wird laut der Studie die Markenbindung vertieft, wenn Verbraucher sich bei ihren Problemen verstanden fühlen. Hier haben die Markenartikler laut Hasse aber noch viel Nachholbedfarf. So würden Konsumenten bei allgemeinen Fragen eher auf einem Internetforum landen als auf der Website eines Markenartiklers.
Für die Studie hat A&B Face2net 114 Marketing-Experten befragt. In 40 psychologischen Tiefeninterviews wurden dann das Verbraucherverhalten auf 60 verschiedenen Internet-Markenportalen untersucht. Die Expertenbefragung entstand in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Marketing der FHTW Berlin .
