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Telekom will das Internet als 'Gratis-Netz für alle' beenden
23.02.2006 (iBusiness) Bislang ist das Internet so aufgebaut, dass der Datenverkehr innerhalb des Netzes kostenlos ist - nur der Endnutzer zahlt für den Traffic. Künftig sollen auch alle diejenigen zahlen, die Daten über das Netz verbreiten. Mit einem Interview hat Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke auch in Deutschland eine Diskussion angestoßen, die in den USA schon länger tobt. Die Diskussion um die Zukunft der Netz-Neutralität.
Mit seinen Äußerungen schiebt Ricke eine Diskussion an, die in den USA bereits seit längerem die Gemüter erhitzt. Netzbetreiber fordern dort Geld für die Bereitstellung der Internet-Infrastruktur. Gegner wie Google dagegen befürchten, dass solche Pläne die "Internet-Neutralität" bedrohen. Schließlich, so die Begründung, kann dann nicht mehr jeder seine Online-Services anbieten. Sondern nur noch der, der auch dafür bezahlt.
Die großen Online-Angebote, die solche Pläne sicherlich am stärksten treffen würden, haben die Diskussion noch überhaupt nicht auf der Agenda. Für Google etwa sind die Telekom-Pläne so unwichtig, dass sich der Suchmaschinen-Krake derzeit nicht einmal auf Nachfrage der iBusiness-Redaktion dazu äußern will. Auch bei der Tomorrow Focus AG sind die Telekom-Pläne kein Thema.
Die Telekom wird sich nicht nur bei den Webbetreibern wenig Freunde machen. Auch die theoretischen Bündnisparter halten von einer Abkehr von der Netz-Neutralität nichts. Für den Telekom-Konkurrenten Arcor , immerhin auch mit eigenem Netz ausgestattet sind "solche Überlegungen kein Thema".
