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B2B-Marketingetats: Messen kosten am meisten
16.03.2018 Industrieunternehmen in Deutschland planen mit mehr Geld für Marketing: Die Marketing-Etats stiegen 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent. Allein im deutschen Maschinenbau betrug das Gesamtvolumen rund 4,3 Milliarden Euro. Das ist das Ergebnis der Studie 'B2B-Marketing-Budgets 2017' des Bundesverbands Industrie Kommunikation e.V. (BVIK).
Laut BVIK-Studie ist der Anteil der Marketingkosten am Gesamtumsatz in den vergangenen Jahren stetig gewachsen. Demzufolge investieren deutsche B2B-Unternehmen aktuell 1,75 Prozent des Umsatzes in den Bereich Marketing und Kommunikation - Tendenz weiter steigend. Da sich Umsatzschätzungen allein für den deutschen Maschinenbau auf etwa 244 Milliarden Euro im Jahr 2018 belaufen, lässt sich das Gesamtvolumen an Marketing-Etats im Bereich Maschinenbau auf rund 4,3 Milliarden Euro beziffern.
Mittel für Werbung ist begrenzt, Messen haben Vorrang
Messen bleiben mit fast 40 Prozent des externen Marketing-Budgets weiterhin das kostenmäßig wichtigste Marketinginstrument von Industrieunternehmen, wohingegen Printwerbung zunehmend an Bedeutung verliert und somit nur noch rund zehn Prozent des Marketing-Etats auf klassische Printwerbung entfallen. Auch auf Online-Werbung entfällt mit fünf Prozent nur ein sehr geringer Anteil des externen Budgets, was jedoch auch damit zusammenhängt, dass Online-Marketing überwiegend intern durchgeführt wird. Online-Marketing, Mediaplanung und -strategie, Markenführung, PR und Werbekonzeption würden vom Großteil der befragten Unternehmen inhouse durchgeführt. Daher seien hier relativ hohe Personalbudgets anzusetzen. Hingegen würden eher produktionsorientierte Tätigkeiten wie Druckarbeiten, Messebau sowie Video- und Filmproduktion häufiger outgesourct.
Gerade im deutschen Mittelstand besteht noch Nachholbedarf. Die Studienergebnisse zeigen zum einen ein relativ geringes Digitalisierungsniveau und zum anderen, dass die erfolgreichen B2B-Marketingabteilungen im Vergleich zu den erfolglosen ein deutlich höheres digitales Niveau erreichen.
