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Wie man im ECommerce mit Tippfehlern verdient
10.04.2006 (iBusiness) Ein neuer Online-Service durchforstet Ebay nach Tippfehlern und soll so Käufern zu Schnäppchen verhelfen. Bei der Finanzierung des kostenlosen Dienstes will der Betreiber neue Wege gehen.
Das Gratisangebot soll dabei auch in Zukunft erhalten bleiben: "Der Service ist und bleibt kostenlos und wird bereits in der kurzen Zeit seit dem Launch der Webseite wirklich hervorragend angenommen", verspricht Egar-Betreiber Peter Kurz und freut sich über die hohe Akzeptanz. Eine Schaltung von Werbeanzeigen fände bislang nicht statt, was im Zusammenspiel mit dem einfachen, schnellen Webseitenaufbau eine bewusste Alternative zu überladenen Webseiten darstelle. "In dezenter Form werden zukünftig allerdings intelligente, das heißt kontextbezogene Werbeanzeigen in Textform geschaltet, wodurch sich der Service auch finanzieren wird", verrät Kurz sein Geschäftsmodell gegenüber iBusiness.
Angst davor, sich mit Ebay in die Haare zu kriegen hat Kurtz nicht: "Es ist kein direkter Zugriff auf die Ebay-Datenbank notwendig da der ausgetüftelte Tippfehler-Algorithmus direkt eine ganz normale Ebay-Suchanfrage startet". Deshalb würden die Suchergebnisse auch in der ganz normalen Form der Ebay-Suchergebnisseite erscheinen, also keinerlei Umstellung für eBay-Nutzer. Eine Nutzung der Ebay-API wäre aber auch erlaubt.
Die Nutzung des Dienstes soll wie jede anderen Suchmaschine auch funktionieren: Der Nutzer gibt einen Suchbegriff in richtiger Schreibweise ein und Egar.de sucht automatisch nach einer Vielzahl der gängigsten Tippfehler zu dem eingegebenen Begriff. Dabei sollen sowohl phonetische als auch technische Schreibfehler Berücksichtigung finden. Das Resultat wird im gewohnten Format der Ebay-Suchergebnisseite angezeigt.
Allerdings hat das System während des iBusiness-Tests noch Schwierigkeiten mit zusammengesetzten Suchbegriffen und bei Suchen im Beschreibungstext der Ebay-Angebote.
