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ECommerce: Onlineshopper kennen ihre Rechte nicht

von sr

07.11.2006 Gerade einmal fünf von 1.000 deutschen Onlineshoppern sind sich über ihre Rechte beim Online-Einkauf vollkommen im Klaren. Die meisten Internetnutzer sind dagegen oft nicht ausreichend informiert und kaufen unter anderem nicht online ein, weil sie Probleme bei der Warenrücksendung fürchten. Wer als Shopbetreiber solche Ungereimtheiten ausräumen kann, dürfte sich daher auch über steigende Umsätze freuen.

Vom Datenschutz bis zur Warenrückgabe: Die meisten Onlineshop-Betreiber müssen ihren Kunden transparenter machen, welche Rechte sie beim Online-Einkauf haben. Das ist das Fazit einer repräsentativen Studie von Trusted Shops  . Demnach sind nur fünf von 1.000 befragten Personen umfassend darüber informiert, was beim Onlineshopping erlaubt ist und was nicht. So fürchtet ein Drittel der befragten Onlineshopper das Rücksenderecht für einen Artikel zu verlieren, wenn die Originalverpackung geöffnet wird. Ein Irrglaube: Laut einem aktuellen Urteil des Landgericht Coburg   (AZ: 1HK 0 95/05) müssen Shopbetreiber Artikel sogar ohne Originalverpackung zurücknehmen.

Weitere Wissenslücken: Jeder dritte Shopper weiß nicht, dass ein Onlineshop-Betreiber zu jedem Produkt eine Lieferzeit angeben muss: vorausgesetzt, kann das entsprechende Produkt nicht sofort liefern kann. 62 Prozent sind sich nicht bewusst, dass für Transportschäden stets der Verkäufer haftet. Anders lautende AGB-Formulierungen sind schlichtweg unwirksam. Und drei Viertel der Befragten (71,2 Prozent) wissen nicht, dass in manchen Fällen der Verbraucher die Rücksendekosten tragen muss: beispielsweise bei Produkten, die weniger als 40 Euro kosten.

Besser ist der Wissensstand beim Rückgaberecht: Immerhin neun von zehn Onlineshoppern wissen, dass sie die meisten Produkte innerhalb von 14 Tagen zurückschicken dürfen. Dass jeder Shop ein vollständiges Impressum braucht und eine EMail-Adresse angeben muss, wissen auch acht von zehn Befragten. Kurios: Mehr als jeder zweite Onlineshopper (54 Prozent) glaubt, dass Shopbetreiber verschiedene Zahlungsmethoden anbieten müssen. (54 Prozent falsch). "Die meisten Onlinekäufer orientieren sich mehr an ihrem allgemeinen Rechtsempfinden anstatt an gesicherten Erkenntnissen", erklärt Trusted Shops die Umfrageergebnisse.

Für die Studie hat Trusted Shops zusammen mit ComCult Research   mehr als 1.000 deutsche Internetnutzer befragt, die Onlineshopping nutzen.
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