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Ebay-Verkäufer wollen nichts verdienen

27.06.2006 (iBusiness) Welche Motive nicht-gewerbliche Online-Auktionäre vom Käufer zum Anbieter machen, hat eine aktuelle Studie der Universität Bonn untersucht. Das erstaunliche Ergebnis: Nur für eine Minderheit steht das Erzielen von Gewinnen im Vordergrund.

Laut einer Studie der Universität Bonn   gab die Hälfte der Befragten einen Mix von Gründen an, weshalb sie als Internet-Verkäufer aktiv werden. Rund 40 Prozent nutzten demnach Ebay und Co. vor allem aus Vernunftsgründen: Nämlich um Dinge zu veräußern, die zu Hause ohnehin ungenutzt herumstehen. Meist sind das Elektroartikel oder Bücher. Dabei zeigt sich die Gruppe der 'Vernunftmotivierten' mit Ebay oft sehr zufrieden. Lediglich über zu hoch empfundene Gebühren wird laut Studie hin und wieder geklagt. Auch die Umsätze dieser Gruppe sind klein gehalten: Nur jeder Zehnte setzte im Internet mehr als 600 Euro jährlich um.

Vergleichsweise winzig ist dagegen die Gruppe der 'Erwerbsorientierten' unter den nicht-gewerblichen Online-Verkäufern mit fünf Prozent. Hier steht für die Befragten der Zusatzverdienst im Vordergrund. Diese Gruppe beschafft gezielt Waren für den Verkauf auf Ebay, meist Raritäten oder Sammlerstücke. Sie alle gaben an, auch schon einmal auf anderen Wegen verkauft zu haben, beispielsweise auf Flohmärkten, über Inserate oder Second-Hand-Shops. Die Erwerbsorientierten erzielten laut Studie auch die höchsten Umsätze. Mit Ebay zeigten sich viele von ihnen allerdings unzufrieden. Der Online-Marktplatz verkomme zur Billig-Plattform für vermeintliche Kunst und Fälschungen, lautete mehrfach ein Vorwurf. Dennoch gaben zwei Drittel von ihnen an, die Plattform häufig zu nutzen. Nur vier Prozent der Befragten gaben als Hauptmotiv für den Webverkauf 'Spaß und Spannung' an.

Für die Studie befragten die Bonner Wissenschaftler 170 nicht-gewerbliche Anbieter bei Internet-Auktionen.

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