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Google schüttet Service-Füllhorn aus
17.08.2006 (iBusiness) Der Suchmaschinen-Anbieter Google geht in die Vollen und bietet seinen Nutzern und Werbekunden eine reihe neuer Services. So sollen beispielsweise zukünftig US-Händler über 'Google Maps' Coupons an den Mann und die Frau bringen können. Zudem rät Google davon ab "Geld für Webanalysten auszugeben" und macht seinen kostenlos Webanalyse-Dienst der Allgemeinheit zugänglich.
In den USA hat Google zudem einen neuen kostenlosen Coupon-Dienst gestartet. US-amerikanische Online-Händler die sich über das Local Business Center kostenlos auf Google Maps eingetragen haben, können nun ausdruckbare Coupons auf den Karten hinterlegen. Voraussetzung ist, dass die Händler Kunden des Couponing-Dienstleisters Valpak sind, mit denen Google jetzt eine Partnerschaft eingegangen ist und damit 'Google Maps'-Nutzern eine weitere Vermarktungsform anbieten kann. "In Deutschland spielt Couponing eher eine untergeordnete Rolle", so Google-Sprecher Stefan Keuchel auf iBusiness-Nachfrage. Ob das System hierzulande eingeführt wird, sei noch offen.
Aber nicht nur im Geschäftskundenbereich ist Google derzeit am Entwickeln neuer Dienstleistungen. Nutzer, die das Messenger-Werkzeugs Google Talk einsetzen können am neuen Service Google Music Trends teilnehmen. 'Google Music Trends' erstellt Listen von beliebten Songs, die nach Genre geordnet sind und Auf- und Absteiger anzeigt.
Zudem hat Google das Software-Unternehmen Neven Vision gekauft, das sich unter mit Bilderkennungstechniken beschäftigt. Ziel von Google ist es nach eigenen Angaben, das Suchen und Finden von Bildern zu vereinfachen. Die von Neven Vision entwickelten Techniken sollen automatisch erkennen, ob es sich bei Darstellungen auf Fotos um Menschen handelt. Zukünftig sollen auch Personen, Objekte und geografische Plätze erkannt werden.
Weniger großzügig zeigt sich Google dagegen, wenn es um den eigenen Markennamen geht. Laut der Zeitung Welt habe die Duden-Redaktion den Begriff googlen mit "im Internet suchen" erklärt. Der neue Eintrag laute nun "Mit Google im Internet suchen". Hintergrund ist laut dem von Rechtsanwalt Arne Trautmann geführten Law-Blog , dass Google die Verwässerung seiner Marke fürchte, wenn der Begriff googeln beschreibend verwendet wird. Irgendwann sei dann vielleicht sogar das Wort 'Google' selbst beschreibend für eine Suchmaschine und jeder, der eine betreibe, könne sich so nennen. "Es geht um den Schutz unserer Marke", bestätigt Keuchel auf iBusiness-Nachfrage. Der Fall Sony und 'Walkman' sowie AEG und 'Föhn' hätten gezeigt, wie leicht ein Unternehmen den Schutz seiner Marke verlieren könne.
