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Ebay bändelt mit Google an

von UKL

29.08.2006 (iBusiness) Ebay und Google haben eine mehrjährige Vereinbarung zur weltweiten Vernetzung von Nutzern, Händlern und Werbetreibenden geschlossen. Im Fokus stehen textbasierte Anzeigen und 'Click-to-call'-Funktionen. Gegenüber iBusiness haben Ebay und Google nähere Einzelheiten zu ihren Plänen verraten.

Ebay   und Google   haben eine mehrjährige Vereinbarung geschlossen, von der Nutzer ebenso wie Händler und Werbetreibende beider Internetunternehmen profitieren sollen. Die Vereinbarung umfasst vor allem zwei Bestandteile: Textbasierte Anzeigen und 'Click-to-call'-Funktionen.

Laut den Unternehmen soll außerhalb der USA Google für Ebay zum exklusiven Anbieter textbasierter Werbung werden. Zusätzlich planen Ebay und Google die Einführung und Integration der 'Click-to-call'-Funktionalität, um weltweit den Einsatz von Skype sowie Google Talk auf den Einkaufs- beziehungsweise Suchplattformen der beiden Unternehmen weiter zu fördern. Die Unternehmen erklärten, die finanziellen Regelungen für gewisse Elemente des Abkommens beinhalteten die Aufteilung von Einnahmen, veröffentlichten jedoch dazu keine Details.

Erst im Mai hatten sich in den USA Yahoo   und Ebay   auf eine gemeinsame, langjährig strategische Partnerschaft geeinigt (iBusiness berichtete). "Was die Google-Vereinbarungen bezüglich der Click-to-Call-Funktionen angeht, gilt diese auch für die USA", erklärt Ebay-Sprecherin Barbara Hüppe auf iBusiness-Nachfrage. Was textbasierte Werbeformen angehe, gelte die Google-Vereinbarung für alle Marktplätze ausserhalb der USA. Auch den Grund für die verschiedenen Partner gibt Hüppe gegenüber iBusiness bekannt: "Yahoo war der logische Partner in den USA für uns, weil dort Paypal auch ein wichtiger Bestandteil der Vereinbarung ist." Außerhalb der USA sei Google der passende Partner aufgrund der Zusammenarbeit mit Google-Talk und Skype. Eine zukünftige Zusammenarbeit zwischen Paypal und Google-Checkout ist derzeit noch nicht geplant, wird von Ebay aber auch nicht kategorisch ausgeschlossen: "Paypal ist nicht Bestandteil der getroffenen Zusammenarbeit mit Google. Bevor Google Checkout auf Ebay als Zahlungslösung angeboten werden kann, werden wir uns die Payment-Lösung noch genauer ansehen", so Hüppe.

"Durch die Zusammenarbeit zur Förderung der 'Click-to-call'-Funktion via Google Talk und Skype, zeigen wir Werbetreibenden einen anderen innovativen Weg auf, mit Kunden in Kontakt zu treten", freut sich Google-Chef Eric Schmidt auf das zukünftige Werbe-Geschäft. Google-Sprecher Stefan Keuchel verrät gegenüber iBusiness Einzelheiten: "Wir werden Adsense-Anzeigen auf den Ebay-Seiten außerhalb der USA zeigen" Zudem werde Google Marketeers weltweit Click-to-Call-Werbung anbieten. "Über einen Button können dann Nutzer über GoogleTalk und Skype zu partizipierenden Ebay-Händlern oder Google-Werbekunden in Kontakt treten". Zusätzlich arbeite Google daran, dass beide Systeme miteinander auf Textbasis kommunizieren können.

Die Tests für die textbasierte Werbung und die 'Click-to-call'-Initiative sollen im Frühjahr 2007 starten. Die Ergebnisse sollen anschließend während mehrerer Monate ausgewertet werden. Die spezifischen Bestandteile und der genaue Zeitplan der Einführung werden laut Ebay und Google von den Testresultaten abhängen und weitgehend je nach Markt, lokalen Dynamiken und gemeinsamen Ressourcen variieren.

Die Details des Abkommens beinhalten laut den Unternehmen:

  • Suche und Werbung auf Ebay-Sites ausserhalb der USA. Google wird exklusiver Lieferant textbasierter Werbung auf Ebay ausserhalb der USA. Das Abkommen soll Unternehmen, die auf Google werben, Zugang zu einer der stabilsten Online-Communities schaffen. Gleichzeitig würden die Einkaufsmöglichkeiten für Ebay-Käufer vergrössert, da ihnen das Finden gesuchter Produkte vereinfacht werde.
  • 'Click-to-call'-Funktionen und Technik-Integration. Google und Ebay planen die Integration und Einführung der 'Click-to-call'-Funktion auf den US-amerikanischen und den internationalen Marktplätzen von Ebay sowie auf der Google-Suchplattform. Die Internetnutzer sollen dann via Skype oder Google Talk einen Internetsprachanruf zu teilnehmenden Ebay-Händlern oder Google-Werbetreibenden starten können, indem sie den Link oder Icons in einer Anzeige für Produkte oder Dienstleistungen auf der Website eines der beiden Unternehmen anklicken.
  • Mit der 'Click-to-call'-Funktion soll ein neues ECommerce-Modell entstehen, das durch die Schaffung neuer Werbemodelle Marketeers und Händlern Werkzeuge zur Verbesserung der Kundenkontakte an die Hand geben soll. Das neue ECommerce-Modell sei speziell von Nutzen für Händler oder Inserenten, die nicht über eine Website verfügen, oder die zur Erreichung potenzieller Kunden beispielsweise lokale Telefonverzeichnisse verwenden.
  • In naher Zukunft ermögliche Skype seinen Benutzern das Herunterladen der Google-Toolbar, auf der Skype einen Button einfügen werde. Die beiden Unternehmen werden laut Eigenangabe zudem die Interoperabilität zwischen Skype und Google Talk prüfen, damit den Nutzern über offene Standards Textchats und Online-Präsenz-Funktionen zur Verfügung stehen.

Ebay erwartet laut nach eigenen Aussagen zum heutigen Zeitpunkt nicht, dass dieses Abkommen einen materiellen Einfluss auf seine Finanzergebnisse 2006 oder 2007 haben wird.

Yahoo   konnte bis Redaktionsschluss keine Stellungnahme abgeben.

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