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Analysten hoffen auf Googles eigenen Payment-Dienst

von UKL

19.06.2006 (iBusiness) Google soll Medienberichten zufolge einen eigenen Payment-Dienst namens GBuy in der Schublade haben. Mit einem eigenen Payment-Service dürfte der Suchmaschinenkrake große Wellen im ECommerce-Teich schlagen. Aber die großen ECommerce-Player haben sich bereits in Stellung gebracht.

Laut dem Wirtschaftsmagazin Forbes   plant Google, am 28. Juni mit einem eigenen Payment-Dienst namens GBuy an den Start zu gehen. Das Magazin beruft sich dabei auf den Analysten-Bericht von RBC  . Mit den gesammelten Daten aus dem neuen Bezahldienst könnte der Suchmaschinenkrake zukünftig eine noch genauere Zielgruppenansprache über seine Websuche bereit stellen. Laut dem RBC-Analysten Jordan Rohan werde Google Händlern seinen Payment-Service kostenlos zur Verfügung stellen. Nach einer gewissen Zeitspanne sollen dann Kosten in Höhe von 1,5 bis zwei Prozent anfallen. Insgesamt sollen die Gebühren aber leicht unter denen von Ebays PayPal-Service liegen. Interessant dürfte auch eine Verknüpfung von GBuy und Google Base sein. Damit würde sich Google auch in Sachen Verkaufsplattform mit eigenem Payment-Service als direkte Konkurrenz zu Ebay positionieren.

Ebay   selbst will sein Preismodell überarbeiten und verfolgt eigene ehrgeizige Ziele: "Unser Ziel ist es, die weltweite Nummer eins im E-Commerce zu werden" erklärte Meg Whitman, Chief Executive Officer von Ebay, auf dem vergangenen 'Analyst Day' (iBusiness berichtete). So will Whitmann zukünftig ein 'Pay-per-Lead'-Modell anbieten, das Händler nur noch bei erfolgreichen Auktionen zur Kasse bitten soll. Zudem haben Ebay und Yahoo   ende Mai eine eine langjährige strategische Partnerschaft vereinbart, um ihre Marktpositionen im Internet zu stärken (iBusiness berichtete). So wird Ebays PayPal-Bezahldienst zukünftig exklusiver Payment-Drittanbieter für Yahoo-Onlinedienste.

Auch ECommerce-Urgestein Amazon scheint sich für eine zunehmende Marktkonzentration zu rüsten. Laut Medienberichten soll das Unternehmen bei seiner Suchoberfläche A9   die Zusammenarbeit mit Google beendet und statt dessen einen Vertrag mit Microsoft   geschlossen haben. Zudem hat Amazon ein kontextsensitives Affiliate-Marketing für Website-Betreiber gestartet (iBusiness berichtete).

Thema: Analysten hoffen auf Googles eigenen Payment-Dienst

Kommentar von UKL

Google bittet zur Kasse


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