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Handy-TV-Kanal startet ausschließlich mit nutzergeneriertem Inhalt

18.09.2006 (iBusiness) Der Münchener Plattform-Betreiber Gofresh will einen Handy-TV-Kanal starten, der mit nutzergenerierten Inhalten betrieben wird. Nach eigenen Angaben eine Weltpremiere.

Gofresh   will seine selbstentwickelte Plattform ab Oktober 2006 innerhalb seiner mobilen Community Itsmy.com   starten. Der Service soll unabhängig von den Portalen der Netzbetreiber laufen.

Gofresh will zum Start drei unterschiedliche Formate anbieten: Den Regionalsender ItsmyCityTV, 'Funniest Clips' sowie 'Nickpage TV'. 'Nickpage TV' erklärt der Betreiber in schönster Marketinglyrik als "das ein weltweit neues Format, in dem alle Nutzer der Community die Show von ihrem Handy aus selbst gestalten und moderieren können".

Das entsprechende Handy-Programm soll der Nutzer kostenlos von der von der Gofresh-Homepage herunterladen können. Finanziert wird das Ganze über Werbung. Dazu sollen Werbetreibende TV Spots in verschiedenen Shows einspeisen und die Spotschaltung nach Nutzerprofil, Handys, Vorlieben auswählen können.

Thema: Handy-TV-Kanal startet ausschließlich mit nutzergeneriertem Inhalt

Kommentar von Susan Rönisch

Web 2.0 schwappt in den mobilen Bereich über

Das Mobiltelefon ist für die Meisten kaum noch aus dem Alltag wegzudenken. Netzbetreiber, Banken und Contentanbieter binden den Endkunde durch neue Anwendungen wie Handy-TV. Content ist teuer. User-generated-Content billig. Das Münchner Unternehmen Gofresh will beweisen, dass das AAL-Geschäftsprinzip ("Andere Arbeiten Lassen") auch mobil funktioniert: Mit nutzergeneriertem Handy-TV. Wie groß der Erfolg mit nutzergenerierten Videoclips sein kann, wissen wir von Internet-Portalen wie MySpace, YouTube oder MyVideo - warum also das erfolgsversprechende Konzept nicht auf das Handy übertragen? Werbefinanziert und vor allem unabhängig von den Netzbetreiber halte ich das Gofresh-Geschäftsmodell für vielversprechend. Allerdings steht und fällt der Erfolg mit der Preissenkung der Handy-Gebühren. Noch bremsen die hohen Übertragungsgebühren der Netzbetreiber den Erfolg von breitbandigem Mobilcontent. Kommen allerdings günstige Flattarife für Handy (und diese müssen kommen, denn die Provier wollen auch ihr eigenes Handy-TV vermarkten) werden sich Gofresh und Werbetreibende über eine stetig wachsende Nutzerzahl freuen können.

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