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Studie: Ostdeutsche Schulen sind multimedialer

von sr

02.10.2006 (iBusiness) Gute PC-Ausstattung, aber kaum Nutzung: Was das multimediale Lernen betrifft, haben Deutschlands Schulen noch viel Nachholbedarf. Westdeutsche Schulen übrigens sogar mehr als Ostdeutsche Bildungseinrichtungen.

An Deutschlands Schulen wird E-Learning kaum genutzt. Das ist das Ergebnis der Studie 'Lehre oder Leere?' der Initiative D21   und TNS Infratest  . Demnach sind zwar rund 90 Prozent der deutschen Schulen mit Computern oder Laptops ausgestattet. Doch trotz dieser guten Ausstattung spielen Computer im Unterricht kaum eine Rolle. So nutzen nur 18 Prozent der befragten Schüler einen Computer häufig im Unterricht. Laut der Initiative D21 ist das ein "international eher durchschnittlicher" Wert.

"Wir müssen insbesondere bei den Lehrenden mehr Aufmerksamkeit für die Integration von Computern im Unterricht schaffen", warnt D21-Vorstand Hannes Schwaderer, "denn im Zeitalter der Informationsgesellschaft brauchen wir eine moderne Lernkultur." Gymnasien haben der Studie nach eine deutlich bessere PC-Ausstattung als andere Schulformen. Im Ost-West Vergleich liegen die ostdeutschen Schulen bei bei der PC Ausstattung überraschend vorn. Betrachtet man die Ortsgrößen , so haben die Schüler kleinerer Gemeinden ein deutlich größeres Angebot an Computerräumen.

In den sozialwissenschaftlichen Fächern werden Computer und Laptops am häufigsten in den Unterricht einbezogen. 26 Prozent der befragten Schüler nutzen den Rechner hier mindestens "mehrmals im Monat". Im Nutzungs-Ranking folgen die Fremdsprachen und Deutsch. In beiden Fächern verwenden 19 Prozent der Schüler PCs "mehrmals im Monat". Die Naturwissenschaften folgen auf Platz drei: Mindestens "mehrmals im Monat" genutzt wird der Rechner im Unterricht für Mathematik (17 Prozent der Befragten), Physik (13 Prozent), Biologie (elf Prozent) und Chemie (sieben Prozent). Das Schlusslicht bilden die künstlerischen Fächer: Nur sechs Prozent der Schüler nutzen PCs "mehrmals im Monat" im Kunstunterricht. Beim Musikunterricht liegt dieser Wert sogar nur bei fünf Prozent.

Für die Studie hat TNS Infratest mehr als 1.150 deutschsprachige Schüler im Alter von 14 bis 24 Jahren an allgemeinbildenden Schulen nach der Nutzung von Computern im Unterricht befragt.

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