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Jedes vierte Unternehmen setzt E-Learning in der Weiterbildung ein

von UKL

13.03.2006 (iBusiness) Etwa ein Viertel der deutschen Unternehmen setzt E-Learning in der betrieblichen Weiterbildung ein. Dies ist einer der zentralen Befunde einer aktuellen Multi-Client-Studie. Auch welche Lernthemen in Unternehmen am meisten nachgefragt sind, haben die Analysten herausgefunden.

Laut der vom MMB Institut für Medien- und Kompetenzforschung   zusammen mit Psephos Institut   durchgeführten Multi-Client-Studie 'Corporate Learning 2006', setzen vor allem Unternehmen mit mehreren Standorten auf den Einsatz elektronisch unterstützter Lernformen. Eine Bestätigung der Vorteile des E-Learning für das verteilte, ortsübergreifende Lernen. Die Entscheidung für den Einsatz von E-Learning ist meist erst in den letzten Jahren gefallen; mehr als die Hälfte der Anwenderunternehmen (54 Prozent) haben das digitale Lernen in den Jahren zwischen 2001 und 2004 eingeführt.

Bei kleinen und mittleren Betrieben mit weniger als 500 Mitarbeitern ist E-Learning bisher eher die Ausnahme - nur 20 Prozent nutzen hier diese innovative Lernform. Auch bei den Großunternehmen weist der Anteil der ELearning-aktiven Betriebe mit 41 Prozent noch ein erhebliches Ausbaupotenzial auf.

Der Einsatz des digitalen Lernens in der betrieblichen Weiterbildung deutscher Unternehmen ist längst kein kurzlebiges Hype-Thema mehr, wie die Studie belegt. Die Befragung macht vielmehr deutlich, dass E-Learning von einer wachsenden Zahl von Unternehmen als neues oder ergänzendes Element für die betriebliche Weiterbildung wahrgenommen wird. Immerhin 21 Prozent der Anwender nutzen E-Learning erst seit 2005, so die Analysten. Die Studie bestätigt damit einschlägige Marktbeobachtungen und spricht für eine langsame, aber stetige Zunahme der Akzeptanz von E-Learning in deutschen Unternehmen.

Die meisten Unternehmen, die auf E-Learning setzen, darunter auch nicht wenige Großkonzerne, verzichten noch immer auf den Einsatz von 'Learning Management Systemen' (LMS). Während 17 Prozent derzeit LMS nutzen und weitere sieben Prozent dies planen, geben mehr als zwei Drittel an, auch zukünftig auf die Verwendung eines LMS verzichten zu wollen. Eine wichtige Schlussfolgerung für ELearning-Anbieter lautet: Digitales Lernen ist nicht allein eine Frage von Technologien, sondern in zunehmendem Maße ein Beratungsthema.

Auch für die künftigen Wachstumsraten des Anwendermarktes gilt, was bereits für die gegenwärtige Verbreitung zutrifft: Nüchterne Befunde ersetzen euphorische Prognosen. Immerhin sechs Prozent der Unternehmen, die derzeit noch nicht E-Learning nutzen, planen dies konkret für die nächste Zeit, und weitere 31 Prozent erwägen den Einsatz. Ein interessantes Ergebnis am Rande: Lediglich drei Prozent aller befragten Unternehmen haben früher einmal E-Learning eingesetzt und sich später davon wieder davon bgewandt.

Was die Lernthemen angeht, rangiert die Vermittlung von "harten" Kompetenzen, vor allem IT-Fachwissen (63 Prozent) beim betrieblichen E-Learning nach wie vor an erster Stelle, gefolgt von kaufmännischem Fachwissen und Produktschulungen (52 Prozent beziehungsweise 39 Prdozent). Softskills wie Kommunikationskompetenz (25 Prozent) oder Teamkompetenz (20 Prozent) werden deutlich seltener über computergestützte Lernformen trainiert.

Im Auftrag der T-Systems Multimedia Solutions   und der Beratungsfirma IT&D befragten die Forschungsinstitute per Telefoninterview insgesamt 549 Weiterbildungsverantwortliche in deutschen Unternehmen ab 100 Mitarbeitern. 150 Gesprächspartner gaben an, E-Learning einzusetzen und wurden anschließend vertiefend zu weiteren Aspekten des digitalen Lernens befragt.

"Wie die Studie belegt, ist E-Learning mittlerweile ein Berater- und kein Technologie-Thema mehr. Das zeigt der Befund, dass knapp drei Viertel der Befragten den Einsatz eines Learning-Management-Systems nicht planen - anscheinend ist man mit Lernsystemen schon gut versogt", bringt MMB-Projektleiter Kai Heddergott das Studienergebnis auf den Punkt.

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