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Umsatz mit Musikdownloads klettert auf zwei Milliarden US-Dollar
18.01.2007 Der weltweite Umsatz mit Musikdownloads hat sich im Jahr 2006 verdoppelt. Damit stieg der Anteil der Online- und Mobildownloads am Gesamtgeschäft auf zehn Prozent gegenüber 5,5 Prozent im Jahr 2005.
Die Plattenlabels hätten nach wie vor stark mit Raubkopien zu kämpfen. Digitale Piraterie und die Abwertung von Musikinhalten hätten sich zu einer ernsten Bedrohung für den digitalen Musikmarkt entwickelt, so der Branchenverband. Zwar seien gegen 10.000 Nutzer illegaler Tauschbörsen in 18 Ländern rechtliche Schritte eingeleitet worden. Damit haben man das Problem aber lediglich eindämmen können. Rechtliche Schritte gegen Endkonsumenten seien laut IFPI aber nur der zweitbeste Weg, gegen Raubkopien vorzugehen. Deshalb will der Verband künftig verstärkt gegen betreffende Internetdienste vorgehen.
In den vergangenen Monaten hätten sich laut Bericht verschiedene Vertriebskanäle etabliert: Bisherige Verriebswege wie iTunes würden zunehmend Konkurrenz durch Abo-Modelle, Klingeltöne und werbefinanzierte Angebote wie YouTube und MySpace bekommen. Mobile Musikdownloads - vor allem Klingetöne - machten weltweit etwa die Hälfte des Umsatzes aus. In Japan beträgt der Anteil mobiler Musikdownloads schon 90 Prozent.
Insgesamt stieg die Zahl der heruntergeladenen Einzeltitel laut IFPI-Jahresbericht um 89 Prozent auf 795 Millionen. Führend ist der US-Markt. Hier wurden 582 Millionen Einzeltitel heruntergeladen (plus 65 Prozent) und 33 Millionen Alben, rund doppelt so viele wie ein Jahr zuvor. In Deutschland sei die Zahl der heruntergeladenen Einzeltitel auf 24 Millionen von 19 Millionen im Jahr 2005 gestiegen. Eine nicht einheitliche Zählweise erschwert den internationalen Vergleich, räumt IFPI ein.
