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Mehrwertsteuersenkung kurbelt Konsum kaum an

31.07.2020 Das Ziel der Mehrwertsteuersenkung war es, den Markt wiederzubeleben, indem Kaufanreize geschaffen werden, um so der von der Corona-Krise gebeutelten Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen. Allerdings ist der frische Konsum-Wind zumindest am ECommerce-Markt wohl eher laues Lüftchen.

 (Bild: PublicDomainPictures/Pixabay)
Bild: PublicDomainPictures/Pixabay
Wie die Experten des Preisvergleichsportals billiger.de zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser in einer Untersuchung vom 01.07. bis zum 26.07. herausgefunden haben, war am 01.07., dem Tag der Einführung der Mehrwertsteuersenkung, ein eindeutiger Peak bei der Nachfrage zu erkennen. Im weiteren Untersuchungszeitraum jedoch flaute das Interesse in fast allen Kategorien merklich ab. Billiger.de hat dazu die Top 500 nachgefragtesten Produkte in Augenschein genommen, deren Preisverhalten nach der Mehrwertsteuersenkung bereits untersucht wurde. Darunter befindet sich sowohl saisonale Ware wie Grills oder Sommerreifen als auch ganzjährig nachgefragte Produkte aus der Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Konsolen und Handys, aber auch Haushaltsgeräte wie Frontlader und Kaffeevollautomaten.

So habe es bei fast allen Kategorien am 01.07. eine erhöhte Nachfrage gegeben. Die Nutzer interessierten sich offenbar für den Preis ihres Wunschprodukts nach der Mehrwertsteuersenkung. Nach dem 01.07. hingegen nahm das Interesse jedoch bei den meisten Kategorien wieder ab. Auch bei sonst sehr nachgefragten Produkten, wie Fernsehern, Handys oder Konsolen, war ein deutlicher Rückgang festzustellen - bei Fernsehern beispielsweise um 9,62 Prozent. Bei diesen Kategorien habe es wider Erwarten ab dem 01.07. sogar einen Preisanstieg gegeben, der das verminderte Interesse erklären würde.

Nachfrage nach saisonalen Produkten wie Grills sinkt, Frontlader und Kaffeevollautomaten hoch im Kurs

Bei der saisonalen Ware, zu denen Grills und Sommerreifen sowie E-Bikes gehören, zeigte sich eine sehr starke Abnahme der Nachfrage im Vergleich zum Vormonat Juni. Hier ist davon auszugehen, dass die Nutzer zu diesem Zeitpunkt bereits über die genannten Produkte verfügten, weswegen der Preisvorteil durch die Mehrwertsteuersenkung keine Rolle mehr spielte. Ein ganz anderes Bild zeigt sich hingegen im Bereich der Haushaltsgeräte - hier ist das Kaufinteresse im Vergleich zum Vormonat deutlich angestiegen.

Bei Kühl- und Gefrierkombis gab es einen leichten Anstieg um 6,71 Prozent zum Vorzeitraum. Bei den Kaffeevollautomaten schlug die erhöhte Nachfrage mit 15,18 Prozent noch deutlicher zu Buche. Im Bereich Frontlader stieg das Interesse der Nutzer sogar um satte 20,81 Prozent im Vergleich zum Vormonat an. In diesem Segment spielt der Preis offensichtlich eine entscheidende Rolle.

Die schwache Zusatznachfrage ist nur eingeschränkt ein Wunder: Eine Studie von iBusiness hatte herausgefunden, dass die deutschen Onlineshops die Mehrwertsteuersenkung kaum weitergeben zur Homepage dieses Unternehmens Relation Browser .

(Autor: Christina Rose )

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