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Berater: Virtuelle und reale Netzwerke funktionieren ähnlich
04.02.2008 Netzwerke aufzubauen und zu unterhalten ist für Entscheider in Wirtschaft und Politik von zentraler Bedeutung. Diese können laut einer prominenten Unternehmensberatung dabei viel von Communities wie MySpace, Xing und StudiVZ lernen.
Wichtig sei, so Autor Torsten Oltmanns , Global Marketing Director bei Roland Berger, dass Netzwerke "vorrangig auf gleicher Augenhöhe entstehen". Die sich daraus ergebende 'Autonomie' trage wesentlich zur Glaubwürdigkeit der Mitglieder und des Netzwerkes bei. "Glaubwürdigkeit ist der entscheidende Faktor - in der Entscheider-Kommunikation ebenso wie im Internet", sagt Oltmanns.
Ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor sei ein funktionierendes Gästemanagement. Das 'Hosting' solcher Netzwerke vollzieht sich dabei in der realen Welt in Form von Locationsuche, Redneransprachen und anderen Organisationsfragen. Im Internet sind ähnliche Aufgaben zu lösen. Es muss ein Forum eingerichtet, Themen und Inhalte definiert, Teilnehmer akquiriert und Nutzer, die gegen die Regeln der Community verstoßen, ausgeschlossen werden.
Oltmanns sieht den langfristigen Erfolg von Netzwerken vor allem in der Selbstverstärkung: Je größer Netzwerke werden, umso höher sei der Nutzen und damit wiederum sinke der Reiz für die Mitglieder, andere Angebote wahrzunehmen. Auf die Dauer, so ist sich Oltmanns sicher, könne es für jedes Themenfeld nur wenige erfolgreiche Communities geben. "Das erleben wir aktuell bei Xing und Wikipedia."
