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Zur Studie "Digitalagenturen im Umbruch"
Größter Nazi-Webshop offline: Markenrechts-Aktion setzt rechtsextremen Onlineshop unter Druck
19.08.2026 Der rechtsextreme Onlineshop Druck18.de ist derzeit nicht mehr erreichbar. Ein Jahr zuvor hatte sich der Verein Laut gegen Nazis die Markenrechte an "Druck18" gesichert und gemeinsam mit Jung von Matt eine Kampagne gestartet, die das Geschäftsmodell mit Mitteln des Markenrechts angreift.
Laut gegen Nazis hatte sich zuvor die Markenrechte an "Druck18" gesichert und unter Druck18.com einen eigenen Konter-Shop gestartet. Frenck ging im Eilverfahren dagegen vor, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen. Eine Entscheidung im Hauptsacheverfahren steht nach Angaben des Vereins noch aus.
Markenrecht als Mittel gegen rechte Geschäftsmodelle
Die Aktion ist Teil einer Strategie, mit der Laut gegen Nazis rechtsextreme Marken und Codes kommerziell schwerer nutzbar machen will. Neben "Druck18" sicherte sich die Organisation nach eigenen Angaben unter anderem Markenrechte an Bezeichnungen wie "VTRLND", "Döp Dö Dö Döp", "ENNESS" und "ESSESS".Gemeinsam mit der Agentur Jung von Matt entwickelt der Verein dafür Kampagnen, die Markenrecht mit Kommunikation verbinden. Bei Rights Against The Right werden beispielsweise rechtsextreme Codes als Marken gesichert, um gegen deren kommerzielle Verwendung vorgehen zu können.
"Rechtsextremismus finanziert sich nicht nur über Ideologie, sondern auch über den Verkauf von Kleidung und Merchandise. Genau dort setzen wir mit unserer Arbeit an. Dass Druck18.de aktuell nicht mehr erreichbar ist, ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Über die Gründe dafür können und wollen wir allerdings nicht spekulieren. Gleichzeitig hat das bisherige Verfahren gezeigt, dass wir uns mit unserem Ansatz auch juristisch behaupten können", sagt Jörn Menge , Vorstand von Laut gegen Nazis e.V.
Dass Druck18.de inzwischen offline ist, wertet Laut gegen Nazis als bemerkenswerte Entwicklung, stellt aber keinen direkten Zusammenhang mit der eigenen Aktion her. Der Verein kündigt an, seine markenrechtliche Strategie gegen rechtsextreme Vertriebsstrukturen fortzusetzen.
