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AGOF-Reform: Neue Reichweiten ab Donnerstag
22.06.2010 Die Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) hat die Berechnungsgrundlagen für ihre Internet Facts überarbeitet. Dadurch werden die Netto-Reichweiten durchgängig steigen. Zu Jubel besteht deswegen aber kein Anlass.
Geändert hat die AGOF zunächst die Bemessungsgrundlage: Gingen die Forscher bislang von der bundesdeutschen Bevölkerung ab 14 Jahren aus (43,5 Millionen Nutzer), kommen nun die in Deutschland lebenden Ausländer aus EU- und restlichen Staaten hinzu, was eine Grundgesamtheit von jetzt 48 Millionen Nutzern ergibt. Laut AGOF habe man festgestellt, dass gerade Ausländer das Internet besonders intensiv nutzen, was das Nutzungspotenzial der Internet Facts deutlich ausweite.
Auf realistischere Füße hat die AGOF des weiteren die Definition des 'Multi-Client-User' gestellt: Bislang wurden darunter die Nutzer erfasst, die von zwei verschiedenen Rechnern aus ins Internet gehen. Nun können unter dieser Messgröße bis zu vier verschiedene Rechner oder Browser eines Nutzers identifiziert werden - privat, am Arbeitsplatz, mobil von unterwegs oder von Freunden aus. Der Anteil der Multi-Client-User steigt zugleich von 37 Prozent auf 75 Prozent.
Reformiert hat die AGOF auch ihre Telefonbefragung. Ab sofort werden die 'Computer Assisted Telephone Interviews' (Cati) verwendet. Mit der Neuerung hat die AGOF festgestellt, dass die deutsche Internetnutzung noch höher ist, als bislang angenommen: Inzwischen bewegen sich 75,5 Prozent der Deutschen mehr oder weniger regelmäßig im Netz.
