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Generation Z, grüne Arbeitsplätze, Weiterbildung: 7 Trends für den Arbeitsmarkt der Zukunft
20.01.2023 Ein weltweiter Trendreport zeigt: Erfolg und Karriere sind immer noch vielen Arbeitnehmenden wichtig. Für die Zufriedenheit mit dem eigenen Arbeitgeber gewinnen zunehmend aber auch andere Faktoren an Bedeutung, wie etwa dessen Einstellung zu Klimaschutz, Work-Life-Balance, Diversität und Chancengleichheit.
Der Report weist sieben Trends aus, die die Arbeitswelt der Zukunft prägen werden:
- Werteorientierung der Generation Z bringt Unternehmen zum Umdenken
Die Generation Z (1995 - 2010) wird bis 2025 etwa 27 Prozent der Belegschaft ausmachen. Themen wie Diversität, Gleichberechtigung, Integration und Klimawandel sind dieser Generation wichtig. 68 Prozent der Arbeitnehmenden der Generation Z geben an, mit den Fortschritten ihres Unternehmens bezüglich der Schaffung eines vielfältigen und integrativen Arbeitsumfeldes unzufrieden zu sein. In Bezug auf die Umwelt sagen 52 Prozent, dass nicht genug getan wird. Unternehmen müssen sich dieser sich wandelnden Erwartungshaltung bewusst sein. - ESG und grüne Arbeitsplätze als entscheidendes Kriterium
Mehr als je zuvor möchten Menschen von ihrem Arbeitgeber wissen, wie er sich beim Thema ESG - Environment (Umwelt), Social (Gesellschaft), Governance (Unternehmensführung) - positioniert. Auch 75 Prozent der Investoren sind der Meinung, dass sich Unternehmen mit ESG-Themen befassen sollten, auch wenn dies kurzfristig zu Lasten der Profitabilität gehen sollte. Gleichzeitig wird auch die Nachfrage nach Tätigkeiten in grünen Wachstumsbranchen im Jahr 2023 zunehmen: Jobs, die den Verbrauch von Energie, Rohstoffen oder Treibhausgasemissionen reduzieren, Abfall und Verschmutzung minimieren oder Ökosysteme schützen und wiederherstellen. Etwa 6 von 10 EuropäerInnen glauben, dass Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels mehr Arbeitsplätze schaffen als vernichten werden. - Arbeitgeber reduzieren die Anforderungen an den Abschluss
Lange war der Hochschulabschluss ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von BewerberInnen. Das hatte auch einen Nachteil: BewerberInnen ohne entsprechende Zeugnisse blieb der Zugang zu besseren Stellen oft verwehrt, obwohl sie über Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, die sie qualifizieren. Der angespannte Arbeitsmarkt führt nun zu einem Umdenken auf Arbeitgeberseite: Statt nur auf einen bestimmten Abschluss oder Notendurchschnitt zu achten, sind immer häufiger die praktischen Fähigkeiten und Erfahrungen ausschlaggebend bei der Besetzung offener Stellen. - Work-Life-Balance und Vier-Tage-Woche
Der Großteil der Arbeitnehmenden (81 Prozent) sagt, dass die Pandemie beeinflusst hat, wie sie heute über Arbeit denken: Damit einher geht eine gestiegene Erwartungshaltung an den Arbeitgeber, sie aktiv in ihrem Wunsch nach einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu unterstützen. 31 Prozent der derzeitigen Arbeitnehmenden würden innerhalb des nächsten Monats eine andere Stelle annehmen, wenn diese ihnen eine bessere Vereinbarkeit bieten würde. Auch die Arbeit im Home-Office ist attraktiv: 64 Prozent würden sich nach einem neuen Arbeitsplatz umsehen, wenn sie Vollzeit ins Büro zurückkehren müssten. 4 von 10 Arbeitnehmenden wären bereit, für eine Vier-Tage-Woche auf 5 Prozent ihres Gehalts zu verzichten. - Weiterbildung wichtiger als nächstes Karrierelevel
Die Pandemie hat die digitale Transformation und Investitionen in neue Technologien beschleunigt. Das macht es für Arbeitgeber immer dringlicher, ihre Mitarbeitenden für die Arbeitswelt der Zukunft zu qualifizieren und umzuschulen. 57 Prozent der Arbeitnehmenden geben an, sich bereits außerhalb der Arbeit weiterzubilden, weil die Ausbildungsprogramme ihres Unternehmens ihnen keine relevanten Fähigkeiten vermitteln und ihnen nicht dabei helfen, auf dem Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Immer häufiger streben sie dabei nach einer sinnstiftenden Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten und nicht nach dem nächsten Karrierelevel und Jobtitel. Nur ein Drittel der Arbeitnehmer nimmt derzeit an Weiterbildungskursen teil. - Wachstumsbranchen müssen ihre Beschäftigten weiterentwickeln
Die Nachfrage nach IT-Fachkräften wird in vielen Wachstumsbranchen hoch bleiben. Schon jetzt haben 76 Prozent der globalen Unternehmen Schwierigkeiten, offene Stellen in den Bereichen IT und Tech zu besetzen: Bis 2025 werden 149 Millionen neue digitale Arbeitsplätze entstehen, vor allem in Bereichen wie Datenschutz, Cybersecurity, Datenanalyse, maschinellem Lernen & KI, Cloud und Softwareentwicklung. Dieser Bedarf kann nicht durch reinen Beschäftigungsaufbau gedeckt werden. Schätzungsweise 50 Prozent aller ArbeitnehmerInnen werden bis 2025 umgeschult werden müssen. - Hybridarbeit erfreut sich großer Beliebtheit
Hybride Arbeitsmodelle verleihen Mitarbeitenden die Flexibilität und Kontrolle darüber, wann, wo und wie sie ihre Arbeit verrichten. 87 Prozent der Befragten können sich nicht (mehr) vorstellen, in Vollzeit vom Büro aus zu arbeiten. Von ihnen bevorzugen 42 Prozent ein Hybrid-Modell. Es gibt aber auch gute Gründe für eine Rückkehr ins Büro wie soziale Interaktion (39 Prozent) und eine effizientere Zusammenarbeit (26 Prozent). Mehr als ein Viertel der Arbeitnehmenden (27 Prozent) und Arbeitgeber (28 Prozent) glauben, dass Mitarbeitende, die hybrid oder remote arbeiten, geringere Chancen haben, für eine Beförderung in Betracht gezogen werden als Vollzeitbeschäftigte in Präsenz.
