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E-Paper in Deutschland: Knapp oberhalb der Nachweisgrenze

29.03.2007 Immer mehr deutsche Zeitungen und Zeitschriften liefern zwar EPaper-Ausgaben an ihre Abonnenten - von einer nennenswerten digitalen Auflage kann man allerdings nicht sprechen. Noch immer steht eine fette Null vor dem Komma. Auch die Wachstumszahlen sind zwar groß, den Verlagen helfen sie allerdings nicht.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
Eine kumulierte Quartalsauflage von durchschnittlich 72 Millionen Exemplaren melden die in der IVW   angeschlossenen Zeitungen und Zeitschriften für das vierte Quartal 2006. Die kumulierten digitalen Auflagen sämtlicher IVW-Zeitungen und IVW-Zeitschriften zusammengenommen betrugen jedoch lediglich 156.000 Stück (kumulierte Zahl der durchschnittlichen Quartalsauflagen).

Das sind zwar elf Prozent mehr als noch im dritten Quartal 2006. Aber gemessen an der Gesamtauflage der verbreiteten Auflage eben nur ein Anteil von 0,22 Prozent.

Die Zahlen, die iBusiness basierend auf den IVW-Meldezahlen errechnet hat, zeigt einen Rückgang der EPaper-Auflagen in der zweiten Jahreshälfte 2005 und eine Vervierfachung des Anteils an der Gesamtauflage innerhalb von zwei Jahren - allerdings von sehr niedrigem Niveau aus.

Tatsächlich kommt ein Großteil des Wachstums vor allem dadurch zustande, dass neue Zeitschriften und Zeitungen EPaper-Auflagen melden. Ansonsten sind die Auflagen eher unspektakulären Wachstumsschüben ausgesetzt. So erhöhte die Süddeutsche Zeitung   (samstägliche Printauflage: 548.000) ihre EPaper-Aboauflage in 2006 von 326 auf 379 Exemplare, der Tagesspiegel   (Gesamtauflage: 157.000 Print-Exemplare) erhöhte gar seine EPaper-Auflage von 7 auf 8 Stück, nachdem er im Jahr zuvor noch durchschnittlich 28 verkaufte digitale Exemplare melden konnte.
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Zu: E-Paper in Deutschland: Knapp oberhalb der Nachweisgrenze

Als bekennender und langjähriger Papier-Tagesspiegel - Leser gibt es für mich einen einfachen Grund, weshalb ich - trotz offensichtlicher Computer/www-Affinität - nicht umsteige: Gerade die Tageszeitung will ich ab und an offline, in der U-Bahn, draußen oder an anderen Orten lesen.

Und das, obwohl ich durchaus regelmäßig in der Online-Ausgabe blättere und dort manchmal schon abends Artikel lese, die ich erst am nächsten Tag in der Papierversion finde: Dieses Offline-Refugium will ich mir zumindest bis auf weiteres erhalten.
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