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Zehn Schreibregeln für richtig gute Tweets, die gern gelesen (und gerne weitererzählt) werden

04.02.2010 Worauf ist zu achten, wenn man auf Twitter kommuniziert? Zehn Regeln, die kommunikativ erfolgreicher machen. Damit ihre Tweets auch retweetet werden.

 (Bild: Tellja)
Bild: Tellja
Twittern ist echte "Public Relations"-Arbeit. Also sind hier zuständig: Geschäftsleitung, PR-Verantwortlicher oder ein Social-Media-Chef, wennŽs einen solchen gibt. Wichtig: in der "bio" des Accounts sollten unbedingt die Namen der twitternden Personen aufgeführt werden. Falls nur eine Person für das Unternehmen twittert, ist es wichtig, dass diese auch fleißig dran bleibt, ständig die Tweets liest und schnell beantwortet.
Durch regelmäßige Tweets, die jemandem offen antworten (@Benutzername und dann der Text) oder eine andere Person zitieren (RT @Benutzername) beweisen Sie, dass Sie auch lesen können. Eine gute Quote ist es, wenn 30 bis 50 Prozent Ihrer Tweets ein @-Zeichen beinhalten.

Zehn wichtige Regeln sind:

  1. Die 140 Zeichen müssen nicht ausgenutzt werden.
    Wer sich auf 120 Zeichen (oder sogar weniger) beschränkt, wird häufiger zitiert (ge-retweetet).
    (Beim Zitieren wird vor die Nachricht ein RT @NamedesVerfassers gesetzt. Das schluckt schon ein paar Zeichen.
    Ist der nachfolgende Tweet zu lang, muss er manuell gekürzt werden. Das ist lästig. Drum lassen es viele lieber
    gleich bleiben. Twitterer sind faul!)

  2. Nur ein Gedanke je Tweet.
    Überfordern Sie Ihre Leser nicht! Überfrachten Sie eine Meldung nicht mit allzu vielen, klugen Gedanken.
    Lieber mehrere Ideen in mehrere Tweets aufteilen.

  3. Tweets brauchen zeitlich etwas Luft.
    Lassen Sie immer ein wenig zeitlichen Abstand zwischen verschiedenen Botschaften. Wenn jemand nicht allzu vielen Leuten folgt, sieht er sonst Ihren Avatar mehrfach untereinander in der Timeline.
    Das könnte aufdringlich wirken wie eine Salve Botschaften aus dem Maschinengewehr!

  4. Schreiben Sie schöne, deutsche Sätze ohne Abkürzungen.
    Auch wenn 140 Zeichen nun mal knapp sind: versuchen Sie, möglichst ohne Abkürzungen auszukommen.
    Das liest sich einfach schöner! Wer ständig zwischen englischen und deutschen Tweets hin- und herspringt, sollte
    sich vielleicht überlegen, verschiedene Accounts für die verschiedenen Sprachen zu führen.
    "thx 4 Ur attent. pls RT this, good N8" wirkt wie die Kontaktanzeige eines Geizhalses.

  5. Geizen Sie mit #Hashtags.
    Das Hashtag-Zeichen kennzeichnet Begriffe, die leichter gefunden werden sollen.
    Wollen Sie ein Unternehmen besonders loben (und möchten, dass dieses auch mitbekommt, was Sie da
    schreiben) ist es schlau, etwa den Service von #Otto zu bejubeln.
    Tweets mit mehr als einem #-Zeichen sehen zerhackt und hässlich aus. Sie bekommen weniger Favoriten-
    Sternchen und werden seltener ge-retweetet (was für ein schreckliches Wort!)
    Ein (!) Hashtag kann auch mal an das Ende eines Tweets gesetzt werden und eine thematische Überschrift liefern,
    die den Text davor in einen klaren Kontext setzt. #Twittertipps

  6. Zeigen Sie, dass Sie die Rechtschreibung beherrschen.
    Es erstaunt mich immer wieder, wie gut und richtig die meisten Tweets formuliert sind. Sobald ich mich selbst
    vertippe, kann ich wetten, dass mich in den nächsten drei Minuten jemand darauf hinweist. Aber das könnte auch
    daran liegen, dass ich so vielen Textern folge!
    Also: weiter so! Tweets sehen nicht schöner aus, wenn alles nur in Kleinbuchstaben geschrieben wird!

  7. Erst geben, dann nehmen.
    Wundern Sie sich, warum Sie so selten zitiert werden? Wie oft schreiben Sie selbst Retweets?
    Da könnte es einen Zusammenhang geben....

  8. Liefern Sie einen Mehrwert.
    Es ist schön, wenn Sie einen Link zu einem spannenden Artikel teilen wollen. Aber bitte: liefern Sie mehr als nur
    das! Greifen Sie die interessanteste These heraus! Machen Sie Ihre Meinung zum Thema deutlich. Etwas, von dem Sie annehmen können, dass es Ihre Followerschaft interessieren könnte. Gerne auch etwas Subjektives, Ihre Meinung oder Sichtweise zu einem Thema.
    Diese persönliche Komponente macht ja Twitter gerade so interessant!

  9. Sehen Sie auf die Uhr.
    Achten Sie darauf, dass Ihre Themen (ein wenig) zur Tageszeit passen. Wenn Sie unter Geschäftspartnern ernst
    genommen werden wollen, passen privatere Themen (wie hat der HSV gespielt?) eher in die Abendstunden oder
    ins Wochenende.

  10. Bleiben Sie höflich.
    Die Welt liest mit! Vermeiden Sie also Äußerungen, auf die Ihr Chef / Ihr Kunde / Ihr Partner / Ihre Mutter nicht
    stolz wären!

Bei Favstar   können Sie übrigens kontrollieren, welche Ihrer Tweets besonders gut bei den Lesern ankamen. Wenn Sie dort Ihren Nutzernamen eintippen, finden Sie die Tweets, die die meisten Favoritensternchen abgesahnt haben!

Und wenn Sie zu wenige Follower haben, verrät Soeren Eisenschmidt , wie man mehr Follower bekommt  


iBusiness-Autorin Susanne Westphal ist Inhaberin der auf strategische Unternehmenskommunikation spezialisierten Agentur SueWest Communication  . Sie moderiert das Xing-Forum Corporate Communication  .

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