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Studie ermittelt Treiber und Bremser der Digitalisierung in den Unternehmen

04.11.2016 Produktion hält sich noch zurück, Logistik und Vertrieb gehen voran: Bei der Digitalen Transformation gibt es unterschiedliche Strategien der verschiedenen Unternehmens-Organisationsbereichen, so eine Studie.

 (Bild: Jacek79)
Bild: Jacek79
Bild: Jacek79 unter Creative Commons Lizenz by-sa
Die Vertriebs- und Marketingabteilungen sind derzeit die hauptsächlichen Treiber der Digitalisierung in den Unternehmen, auch die Bereiche für Logistik und Materialwirtschaft setzen verstärkt auf moderne Technologien. Die meisten anderen Organisationsbereiche halten sich hingegen teilweise noch stark zurück. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie der D-velop-Gruppe   unter mehr als 1.000 Unternehmen in zehn Wirtschaftssektoren.

Strategie einzelner Organisationsbereiche in deutschen Unternehmen bei der Digitalen Transformation
Strategie einzelner Organisationsbereiche in deutschen Unternehmen bei der Digitalen Transformation (Grafik: d.velop, Grafik: Hightext Verlag)
Bei der Gegenüberstellung der verschiedenen Fachbereiche zeigen sich die Einkaufsabteilungen und die Produktion als Bremser bei den Digitalisierungsbestrebungen. Lediglich 29 Prozent haben sich jeweils dieses Thema aktuell strategisch auf die Fahnen geschrieben. Nur in der Produktentwicklung besteht eine noch größere Zurückhaltung, mittels digitaler Technologien die Prozesse effizienter und schneller zu gestalten. Diese Organisationen planen nur zu einem Fünftel spezifische Digitalisierungsprojekte und haben dafür auch nur in Ausnahmefällen mehr Geld als im Vorjahr zur Verfügung.

Dagegen scheint der Nutzen einer stärkeren Digitalisierung für die Sales- und Marketingprozesse erkannt worden zu sein. 46 Prozent der Verantwortlichen setzen nach der vom Digital Intelligence Institute   realisierten Studie entsprechende Schwerpunkte und können dabei auch auf höhere Investitionsmittel zurückgreifen.

Budgetentwicklung für Digitale Transformation von einzelnen Organisationsbereichen in deutschen Unternehmen
Budgetentwicklung für Digitale Transformation von einzelnen Organisationsbereichen in deutschen Unternehmen (Grafik: d.velop, Grafik: Hightext Verlag)
Ein ähnlich positives Bild gibt die Logistik und Materialwirtschaft ab. Hier gehören Digitalisierungsprojekte für 42 Prozent zu den strategischen Schwerpunkten, ähnlich viele können dafür auch höhere Budgets als zuletzt nutzen. Damit wurde offenbar auf den großen Handlungsbedarf reagiert. Denn eine letztjährige D-Velop-Studie hatte gezeigt, dass die logistischen Prozesse den größten digitalen Nachholbedarf haben. Allein in den Fuhrparks bestehen erhebliche Optimierungsansätze, so die Autoren. Angesichts der jahrelangen Einsatzzeiten der Fahrzeuge sammelt sich eine Menge Papierdokumente an, auf die zum Beispiel bei einer digitalen Archivierung schnell per Mausklick zugegriffen werden kann statt sie mühsam aus Aktenordnern heraussuchen zu müssen.

Eine mittlere Position beim Vergleich der Organisationsbereiche in den Unternehmen nehmen die Personalabteilungen ein. Aber auch sie wollen immerhin zu 37 Prozent mehr als im letzten Jahr in digital unterstützte Abläufe investieren, beispielsweise zur Einführung digitaler Personalakten oder um den Mitarbeitern über eine Cloud-basierte Lösung die Gehaltsmitteilungen elektronisch zukommen zu lassen.
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