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Online-Musikvertrieb: Weed gibt auf

von sr

16.05.2007 Erst im vergangenen Herbst hatte iBusiness den legalen Filesharing-Dienstleister Weed als interessantes Geschäftsmodell für den Online-Musikvertrieb der Zukunft vorgestellt. Doch jetzt hat Weed seinen Dienst überraschend eingestellt.

 (Bild: Microsoft)
Bild: Microsoft
"Wir haben unseren Dienst eingestellt": Mit diesen Worten begrüßt der US-amerikanischen Online-Musikvertrieb Weed   jetzt Internetnutzer auf seiner Homepage. Der auf legalem Filesharing basierende Musikvertrieb wurde eingestellt, da die aktuelle Version 11.0 des Windows Media Player   von Microsoft   das Weed-Format nicht mehr unterstützt. iBusiness-Informationen zufolge bekommen Nutzer beim hier beim Abspielen von Weed-Files nicht mehr Musik zu hören, sondern Fehlermeldungen angezeigt.

Der Service liegt weltweit erst einmal auf Eis, so dass auch deutsche Partner von Weed den Service vorerst nicht mehr anbieten. Weed-Gründer Steve Turnidge will den Service weiterentwickeln und in Zukunft wieder anbieten. Konkrete Pläne gibt es derzeit aber nicht. Weed-Nutzer können zwar ihre bereits gekauften Musikdateien weiter anhören. Weed wird aber keine neuen Files mehr zum Verkauf anbieten.

Bei Weed konnten Nutzer Songs kaufen und auf ihrer eigenen Website zum Download anbieten. Sobald dann jemand für den Song zahlte, bekam der Anbieter 20 Prozent des Verkaufserlöses. Das Prinzip funktioniert über drei Verkäufergenerationen. Künstler konnten damit ihre Musik durch ihre Fans vermarkten lassen und sich große Investitionen in Marketing sparen. "Wir bestrafen Musikfans nicht für Filesharing, sondern ermutigen Sie dazu", erklärte Turnidge in iBusiness Executive Summary 20/2006.
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